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Materia medica · Nr. 3133

Slagsilica

Slag.

In 20 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Slagsilica, in der englischen Literatur schlicht Slag genannt, ist die Zubereitung aus der kieselsäurehaltigen Hochofenschlacke - im Wesentlichen ein Gemisch aus Kalk-, Tonerde- und Kieselsilikaten. Das überlieferte Bild liegt fast ganz auf dem Mastdarm: Verstopfung im Wechsel mit Durchfall, Hämorrhoiden, Jucken und Wundheitsgefühl am After. Daneben stehen Kreuzschmerz und chronische Schleimbeutelbeschwerden am Knie.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die Nähe zur Kieselsäure legt Menschen mit schwacher Gewebespannung und schlechter Ausheilungsneigung nahe, ist für dieses Mittel aber nicht ausgearbeitet.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegen keine Rubriken vor. Boericke führt Slag knapp und ausschließlich über körperliche Zeichen; ein Temperamentsbild wird nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Slagsilica sind im Repertorium keine Gemütszeichen verzeichnet. Das Mittel wurde aus einem Abfallprodukt der Eisenverhüttung gewonnen und hat nur eine schmale Prüfungsgrundlage; die überlieferten Angaben betreffen den Mastdarm, den Rücken und die Schleimbeutel. Die für Silicea beschriebenen Gemütszüge - Nachgiebigkeit bei innerer Festigkeit, Mangel an Zutrauen zur eigenen Kraft - lassen sich nicht ohne Weiteres übertragen, da die Schlacke ein anderes Stoffgemisch darstellt. Wer das Mittel erwägt, geht vom Mastdarmbild aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Hämorrhoiden mit Jucken und Wundheitsgefühl am After - der Schwerpunkt des Mittels
Verstopfung im Wechsel mit Durchfall
Wunder, brennender Schmerz am After
Chronische Schleimbeutelentzündung an der Kniescheibe
Kreuz- und Lendenschmerz
Blähungen und Beschwerden in der Milzgegend; in der Rubrik zur Lungenschwindsucht ist das Mittel geführt
Verschlechterung
  • Sitzen und Stehen (Beschwerden am After)
  • Kälte
Verbesserung
  • Wärme
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Hämorrhoidalbeschwerden mit Jucken am AfterVerstopfung im Wechsel mit DurchfallWundheitsgefühl am AfterChronische Schleimbeutelbeschwerden am KnieLenden- und Kreuzschmerz

Abgrenzung

Silicea, der nahe verwandte Stoff, ist ungleich breiter geprüft und zeigt neben der schlechten Ausheilung von Eiterungen ein deutliches Gemütsbild sowie ausgeprägtes Frösteln und Schweiß. Bei Hämorrhoiden mit Wundheitsgefühl sind Aesculus hippocastanum, Aloe socotrina und Sulphur die genauer gezeichneten Mittel. Slagsilica wird in der Literatur vor allem dann genannt, wenn Mastdarmbeschwerden und chronische Schleimbeutelschwellung am Knie nebeneinander bestehen.

Verwandte Mittel

SiliceaAesculus hippocastanumSulphurAloe socotrinaCalcium fluoratum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.