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Materia medica · Nr. 3130

Sium latifolium

Sium.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Sium latifolium, der Breitblättrige Merk, ist ein Doldenblütler stehender und langsam fließender Gewässer und gehört damit zur selben Familie wie der Wasserschierling Cicuta virosa, mit dem er im Gelände leicht verwechselt wird. In der Homöopathie ist er ein sehr kleines Mittel. Der Repertoriumsbestand umfasst eine einzige klinische Angabe: den Wundstarrkrampf.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Sium latifolium gehört zu den kleinen, kaum geprüften Pflanzenmitteln, die mit wenigen Zeilen und ohne Persönlichkeitsbild in die Materia medica gelangt sind. Ein Temperamentsbild wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIm Repertorium rein körperbezogen geführtKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Zu Sium latifolium sind keine Gemütsrubriken besetzt; die einzige Angabe liegt im Kapitel Klinisches. Die Doldenblütler der Materia medica sind im Bereich der Krämpfe gut vertreten, allen voran Cicuta virosa mit den Streckkrämpfen, dem Rückwärtsbiegen des Körpers und dem Verdrehen der Augen. Dieses Bild lässt sich nicht auf Sium latifolium übertragen, für das keine eigene Prüfung vorliegt. Ein Gemütsbild wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Wundstarrkrampf, Tetanus - die einzige kennzeichnende Angabe des Mittels
Zuordnung zum Kapitel Klinisches; ein Symptomenbild mit Verlauf, Auslöser oder Modalitäten fehlt
Die ältere Literatur ordnet den Wassermerk den giftverdächtigen Doldenblütlern zu und nennt Krampferscheinungen nach seinem Genuss
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Wundstarrkrampf ist ein lebensbedrohliches Krankheitsbild und gehört ausnahmslos in ärztliche Behandlung
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Im Kapitel Klinisches dem Wundstarrkrampf zugeordnetKrampfzustände, wie sie die ältere Literatur den giftigen Doldenblütlern zuschreibtWeitere Zuordnungen sind im Bestand nicht verzeichnet

Abgrenzung

Im Umfeld der Starrkrämpfe sind Cicuta virosa mit dem Rückwärtsbiegen des Körpers und den Streckkrämpfen, Hydrocyanicum acidum mit dem plötzlichen, atemraubenden Krampf, Nux vomica und Strychninum mit der durch geringste Berührung oder Geräusch ausgelösten Zuckung sowie Hypericum perforatum nach Verletzungen nervenreicher Körperstellen die klassisch beschriebenen Mittel. Sium latifolium bleibt demgegenüber ein Randmittel mit einer einzigen klinischen Zuordnung ohne eigenes Symptomenbild.

Verwandte Mittel

Cicuta virosaHydrocyanicum acidumNux vomicaHypericum perforatumOenanthe crocata

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.