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Materia medica · Nr. 3124

Simaruba amara

Sima.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Simaruba amara, das Bitterholz oder Ruhrrindenbaum, stammt aus dem tropischen Amerika; seine bittere Wurzelrinde wurde im 18. Jahrhundert als Ruhrmittel nach Europa gebracht. In der Homöopathie ist das Mittel nur klein geprüft und in den Repertorien eng an den Darm gebunden: Durchfall und Ruhr. Daneben nennt die Literatur den überlieferten Gebrauch bei Wurmbefall und bei Bissen giftiger Tiere.

Konstitution

KörperbauKein eigenes Konstitutionsbild überliefert; die Zuordnung erfolgt über den Darmbezug.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Prüfungsangaben vor. Simaruba gehört zu den Mitteln, deren Ruf sich aus der Volksmedizin und der Kolonialmedizin herleitet und die in die homöopathische Literatur ohne umfassende Prüfung übernommen wurden. Ein Charakterbild ist daher nicht beschrieben.

Gemütsbild

keine Gemütssymptome verzeichnetÜberlieferung beschränkt sich auf Darm und einzelne klinische Zuordnungenkleines Mittel ohne ausgearbeitetes Bild

In den vorliegenden Rubriken zu Simaruba amara sind keine Gemüts- oder Geistessymptome enthalten. Die Quellen halten allein den alten Gebrauch der Bitterrinde fest: bei ruhrartigen Durchfällen, bei Wurmbefall und äußerlich bei Bissen giftiger Tiere. Für eine Gemütsbeschreibung fehlt jede belastbare Grundlage. In der Praxis wird das Mittel entsprechend über die Darmsymptome und nicht über die Persönlichkeit erwogen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu

Leitsymptome

Ruhrartige Durchfälle, in den Repertorien unter Mastdarm und After als Dysenterie geführt - der historische Kern dieses Mittels, dem es auch seinen deutschen Namen Ruhrrinde verdankt
Durchfall allgemein, ebenfalls unter Mastdarm und After verzeichnet
Wurmbefall, in den klinischen Rubriken als Wurmbeschwerden aufgeführt
Bisse giftiger Tiere, in den klinischen Rubriken unter Wunden bis zu dieser Unterrubrik aufgeschlüsselt
Verschlechterung
  • Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Die Rubrikenlage enthält keine Modalitäten
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Besserungsumstände sind nicht überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Ruhrartige Durchfälle, klassisch das Hauptfeld der BitterrindeDurchfallWurmbefallBisse giftiger Tiere, wie sie die ältere Literatur nennt

Abgrenzung

Bei ruhrartigen Durchfällen sind Mercurius corrosivus mit dem quälenden, nach dem Stuhl nicht nachlassenden Drang und Colocynthis mit der durch Zusammenkrümmen gebesserten Kolik die weit besser ausgearbeiteten Mittel; Aloe steht für den plötzlichen, unsicheren Stuhldrang. Simaruba fehlen die charakteristischen Modalitäten, über die man sonst unterscheidet, weshalb es in der Praxis nachrangig erwogen wird. Bei Bissen giftiger Tiere führen die Repertorien vor allem Ledum palustre und Lachesis.

Verwandte Mittel

Mercurius corrosivusColocynthisAloe socotrinaLedum palustreCinaNux vomica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.