Simaruba amara, das Bitterholz oder Ruhrrindenbaum, stammt aus dem tropischen Amerika; seine bittere Wurzelrinde wurde im 18. Jahrhundert als Ruhrmittel nach Europa gebracht. In der Homöopathie ist das Mittel nur klein geprüft und in den Repertorien eng an den Darm gebunden: Durchfall und Ruhr. Daneben nennt die Literatur den überlieferten Gebrauch bei Wurmbefall und bei Bissen giftiger Tiere.
Konstitution
Gemütsbild
keine Gemütssymptome verzeichnetÜberlieferung beschränkt sich auf Darm und einzelne klinische Zuordnungenkleines Mittel ohne ausgearbeitetes Bild
In den vorliegenden Rubriken zu Simaruba amara sind keine Gemüts- oder Geistessymptome enthalten. Die Quellen halten allein den alten Gebrauch der Bitterrinde fest: bei ruhrartigen Durchfällen, bei Wurmbefall und äußerlich bei Bissen giftiger Tiere. Für eine Gemütsbeschreibung fehlt jede belastbare Grundlage. In der Praxis wird das Mittel entsprechend über die Darmsymptome und nicht über die Persönlichkeit erwogen.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu
Leitsymptome
- Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
- Die Rubrikenlage enthält keine Modalitäten
- Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
- Besserungsumstände sind nicht überliefert
Verlangen und Abneigungen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
Ruhrartige Durchfälle, klassisch das Hauptfeld der BitterrindeDurchfallWurmbefallBisse giftiger Tiere, wie sie die ältere Literatur nennt
Abgrenzung
Bei ruhrartigen Durchfällen sind Mercurius corrosivus mit dem quälenden, nach dem Stuhl nicht nachlassenden Drang und Colocynthis mit der durch Zusammenkrümmen gebesserten Kolik die weit besser ausgearbeiteten Mittel; Aloe steht für den plötzlichen, unsicheren Stuhldrang. Simaruba fehlen die charakteristischen Modalitäten, über die man sonst unterscheidet, weshalb es in der Praxis nachrangig erwogen wird. Bei Bissen giftiger Tiere führen die Repertorien vor allem Ledum palustre und Lachesis.
Verwandte Mittel
Mercurius corrosivusColocynthisAloe socotrinaLedum palustreCinaNux vomica
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.