HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 3117

Silica marina

Sil-mar.

In 10 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Silica marina, der Meeressand, ist ein Mineralmittel, das Kieselsäure zusammen mit den Salzen des Meerwassers enthält. Die Literatur stellt es ausdrücklich neben Silicea terra, erweitert um Züge von Natrium muriaticum und Magnesium muriaticum. Der überlieferte Symptomenbestand ist schmal: Drüsenschwellungen und Geschwürsbildung an Drüsen, hartnäckige Verstopfung sowie starker Zahnsteinansatz.

Konstitution

KörperbauKein streng umrissener Körpertyp beschrieben. Die Kieselsäuremittel werden allgemein bei zarten, mageren Menschen mit geringer Widerstandskraft und Neigung zu langwierigen Eiterungen geführt; für Silica marina selbst ist das nicht eigens ausgeführt.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Datenbasis verzeichnet keine Gemütsrubriken. Die für Silicea terra beschriebene Mischung aus Zaghaftigkeit und innerer Beharrlichkeit sowie der Rückzug des Natrium muriaticum werden in der Literatur zwar als Bezugsrahmen genannt, sind für dieses Mittel jedoch nicht eigens belegt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertVerwandtschaft zu Silicea terra und den MeersalzenEinordnung erfolgt über Drüsen- und Stuhlbefund

Für Silica marina sind keine Gemütsrubriken verzeichnet. Die klassische Literatur beschreibt das Mittel ausdrücklich als in seiner Beziehung zu Silicea terra stehend, ergänzt um die Bestandteile des Meerwassers - Kochsalz und Bittersalz. Daraus ergibt sich ein Bezugsrahmen, aber kein eigenes Prüfungsbild: Was über die Gemütsverfassung von Silicea oder Natrium muriaticum bekannt ist, gilt nicht ohne Weiteres für diese Verbindung. In der Literatur ist das seelische Bild nicht näher beschrieben; die Auswahl stützt sich auf die körperlichen Leitbefunde.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schwellung der Lymphdrüsen, mit Neigung zu langwierigem Verlauf
Geschwürsbildung an Drüsen, mit schlechter Heilungstendenz
Hartnäckige Verstopfung mit vergeblichem Drängen, wie für die Kieselsäuremittel überliefert
Auffallend starker Zahnsteinansatz an den Zähnen - eine der wenigen kennzeichnenden Angaben
Reizzustände der Harnröhre, in der älteren Literatur der Gonorrhoe zugeordnet
Insgesamt schmaler Symptomenbestand ohne umfassende Arzneimittelprüfung
Verschlechterung
  • Kälte und kalte, feuchte Luft, wie für die Kieselsäuremittel beschrieben
  • Weitere gesicherte Modalitäten sind nicht überliefert
Verbesserung
  • Wärme und Einhüllen, wie für die Kieselsäuremittel beschrieben
  • Weitere gesicherte Modalitäten sind nicht überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Für die Meersalzmittel wird allgemein ein Verlangen nach Salzigem beschrieben
  • Für dieses Mittel selbst nicht eigens belegt
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Hartnäckige DrüsenschwellungenGeschwüre an Drüsen mit schlechter HeilungstendenzChronische VerstopfungStarker ZahnsteinansatzReizzustände der Harnwege

Abgrenzung

Silicea terra ist das ausführlich geprüfte Hauptmittel dieser Reihe: Frostigkeit, Schwitzen am Kopf, schlecht heilende Eiterungen und der bekannte Stuhldrang mit Zurückschlüpfen des Stuhls kennzeichnen es; Silica marina steht daneben mit sehr viel schmalerer Bezeugung. Natrium muriaticum bringt den Bezug zum Kochsalz mit Rückzug, Trockenheit der Schleimhäute und Verlangen nach Salz ein. Calcium carbonicum ist bei Drüsenschwellungen der Kinder das häufiger geführte Mittel und durch Fülle und Schweiß unterschieden. Bei starkem Zahnsteinansatz nennen die Repertorien außerdem Fragaria vesca.

Verwandte Mittel

Silicea terraNatrium muriaticumMagnesium muriaticumCalcium carbonicumFragaria vesca

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.