Silica marina, der Meeressand, ist ein Mineralmittel, das Kieselsäure zusammen mit den Salzen des Meerwassers enthält. Die Literatur stellt es ausdrücklich neben Silicea terra, erweitert um Züge von Natrium muriaticum und Magnesium muriaticum. Der überlieferte Symptomenbestand ist schmal: Drüsenschwellungen und Geschwürsbildung an Drüsen, hartnäckige Verstopfung sowie starker Zahnsteinansatz.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertVerwandtschaft zu Silicea terra und den MeersalzenEinordnung erfolgt über Drüsen- und Stuhlbefund
Für Silica marina sind keine Gemütsrubriken verzeichnet. Die klassische Literatur beschreibt das Mittel ausdrücklich als in seiner Beziehung zu Silicea terra stehend, ergänzt um die Bestandteile des Meerwassers - Kochsalz und Bittersalz. Daraus ergibt sich ein Bezugsrahmen, aber kein eigenes Prüfungsbild: Was über die Gemütsverfassung von Silicea oder Natrium muriaticum bekannt ist, gilt nicht ohne Weiteres für diese Verbindung. In der Literatur ist das seelische Bild nicht näher beschrieben; die Auswahl stützt sich auf die körperlichen Leitbefunde.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Kälte und kalte, feuchte Luft, wie für die Kieselsäuremittel beschrieben
- Weitere gesicherte Modalitäten sind nicht überliefert
- Wärme und Einhüllen, wie für die Kieselsäuremittel beschrieben
- Weitere gesicherte Modalitäten sind nicht überliefert
Verlangen und Abneigungen
- Für die Meersalzmittel wird allgemein ein Verlangen nach Salzigem beschrieben
- Für dieses Mittel selbst nicht eigens belegt
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Hartnäckige DrüsenschwellungenGeschwüre an Drüsen mit schlechter HeilungstendenzChronische VerstopfungStarker ZahnsteinansatzReizzustände der Harnwege
Abgrenzung
Silicea terra ist das ausführlich geprüfte Hauptmittel dieser Reihe: Frostigkeit, Schwitzen am Kopf, schlecht heilende Eiterungen und der bekannte Stuhldrang mit Zurückschlüpfen des Stuhls kennzeichnen es; Silica marina steht daneben mit sehr viel schmalerer Bezeugung. Natrium muriaticum bringt den Bezug zum Kochsalz mit Rückzug, Trockenheit der Schleimhäute und Verlangen nach Salz ein. Calcium carbonicum ist bei Drüsenschwellungen der Kinder das häufiger geführte Mittel und durch Fülle und Schweiß unterschieden. Bei starkem Zahnsteinansatz nennen die Repertorien außerdem Fragaria vesca.
Verwandte Mittel
Silicea terraNatrium muriaticumMagnesium muriaticumCalcium carbonicumFragaria vesca
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.