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Materia medica · Nr. 3110

Serum anguillae

Ser-ang.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Serum anguillae ist das Blutserum des Flussaals, ein Tiermittel aus dem späten 19. Jahrhundert. Es kam über die französische Schule in die Arzneimittellehre, in der das Aalserum wegen seiner Wirkung auf Nieren und Kreislauf untersucht wurde. Der Repertoriumsbestand umfasst eine einzige klinische Angabe: den Bluthochdruck.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über den Organbezug zu Nieren und Kreislauf erschlossen.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Serum anguillae besitzt kein ausgearbeitetes Prüfungsbild an Gesunden; die Zuordnung folgt experimentellen Beobachtungen der älteren Literatur. Ein Persönlichkeitsbild wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIm Repertorium rein organbezogen geführtKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Zu Serum anguillae sind keine Gemütsrubriken besetzt; die einzige Angabe liegt im Kapitel Klinisches. Die französische Literatur des frühen 20. Jahrhunderts führte das Mittel im Umfeld von Nierenerkrankungen, spärlichem Harn und Wasseransammlungen und stellte es dort neben Apis und Apocynum. Ein Symptomenbild mit Modalitäten, Empfindungen oder Gemütszeichen ist daraus nicht hervorgegangen und wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Bluthochdruck - die einzige kennzeichnende Angabe des Mittels
Zuordnung zum Kapitel Klinisches; ein Symptomenbild mit Kopfschmerz, Herzklopfen oder Modalitäten fehlt
Die ältere Literatur nennt das Aalserum daneben bei Nierenerkrankungen mit verminderter Harnmenge und Wasseransammlungen; im Bestand ist dieser Bezug nicht abgebildet
Weitere Organbezüge sind nicht verzeichnet
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

BluthochdruckNierenbezogene Beschwerden mit verminderter Harnmenge, wie sie die ältere Literatur dem Aalserum zuordnetWeitere Zuordnungen sind im Bestand nicht verzeichnet

Abgrenzung

Bei erhöhtem Blutdruck sind Glonoinum mit dem wogenden Kopfschmerz und der Hitze im Kopf, Aurum metallicum mit Vollblütigkeit und schwerer Gemütslage, Veratrum viride mit der auffallenden Verlangsamung des Pulses sowie Baryta carbonica bei Gefäßveränderungen im Alter die klassisch beschriebenen Mittel. Bei nierenbedingten Wasseransammlungen stehen Apis mellifica und Apocynum cannabinum im Vordergrund. Serum anguillae bleibt demgegenüber ein Randmittel mit einer einzigen klinischen Zuordnung. Bluthochdruck und Nierenerkrankungen bedürfen der ärztlichen Abklärung und Verlaufskontrolle.

Verwandte Mittel

Apis mellificaApocynum cannabinumGlonoinumAurum metallicumTerebinthina

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.