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Materia medica · Nr. 3060

Scolopendra morsitans

Scol.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Scolopendra morsitans ist ein tropischer Riesenhundertfüßer, dessen Biss eine heftige, örtlich zerstörende Entzündung hervorruft. Als homöopathisches Mittel ist er nur bruchstückhaft überliefert. Die wenigen Angaben stehen an zwei Stellen: bei bösartigen, eiternden Hautpusteln und bei der Beklemmung in der Brust, die als Angina pectoris bezeichnet wird.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über den örtlichen Hautbefund und den Brustschmerz gefunden.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen im Repertorium keine Einträge vor. Scolopendra morsitans ist über Vergiftungsbeobachtungen erschlossen; ein Temperamentsbild wird in der Literatur nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Scolopendra morsitans sind keine Gemütszeichen verzeichnet. Das Mittel gelangte über Berichte von Bissverletzungen in tropischen Ländern in die Arzneimittellehre; eine ausgearbeitete Prüfung an Gesunden liegt nicht vor. Andere Tiermittel mit Gewebszerfall - Lachesis, Crotalus horridus, Tarentula cubensis - haben breit gezeichnete Gemütsbilder mit Unruhe, Argwohn und Todesahnung. Für Scolopendra ist davon nichts belegt, und es sollte auch nicht hinzugedacht werden. Wer das Mittel erwägt, geht ausschließlich von den beiden überlieferten körperlichen Zeichen aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Bösartige Pusteln - eitrige Hauterhebungen mit Neigung zum Zerfall des Gewebes; das kennzeichnendste Zeichen
Pustulöse Hautausschläge allgemein
Hautausschläge mit brennendem, stechendem Schmerz, wie bei Bissverletzungen beschrieben
Beklemmung und Schmerz in der Brust; das Mittel ist bei Angina pectoris geführt
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • Berührung der betroffenen Hautstelle
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Besserungen überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Bösartige, eiternde HautpustelnPustulöse HautausschlägeIn Repertorien bei Angina pectoris aufgeführtFolgen von Bissverletzungen mit heftiger örtlicher Entzündung

Abgrenzung

Tarentula cubensis ist das bekannteste Mittel bei bösartigen, brennend schmerzhaften Eiterungen und ungleich breiter beschrieben; Anthracinum und Arsenicum album stehen ebenfalls für zerfallende, brandige Entzündungen. Bei Angina pectoris sind Cactus grandiflorus, Latrodectus mactans und Naja tripudians die ausgearbeiteten Mittel. Scolopendra morsitans bleibt ein Randmittel ohne eigene Charakterzeichnung.

Verwandte Mittel

Tarentula cubensisAnthracinumLatrodectus mactansArsenicum albumCactus grandiflorus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.