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Materia medica · Nr. 3056

Scirrhinum

Scir.

Auch: scirr

In 12 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Scirrhinum ist eine Nosode, die von James Compton Burnett im 19. Jahrhundert aus hartem Brustdrüsengewebe eingeführt wurde. Sie gehört zur Gruppe der Krebsnosoden und steht dem bekannteren Carcinosinum nahe. Ein geprüftes Arzneimittelbild liegt nicht vor; die wenigen Rubriken sind klinisch geprägt und betreffen Drüsen, Brustdrüse und Blutungsneigung. Als einzige Gemütsangabe verzeichnet das Repertorium die Furcht vor Krebs.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor. Nosoden werden über den Krankheitsbezug und die Familiengeschichte zugeordnet, nicht über ein Konstitutionsbild.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin Temperamentsbild ist nicht überliefert. Die einzige verzeichnete Gemütsangabe ist die Furcht vor Krebs; darüber hinaus beschreibt die Literatur keine seelischen Zeichen.

Gemütsbild

Furcht vor Krebs als einzige verzeichnete GemütsangabeSorge um die eigene GesundheitKein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefert

Die einzige Gemütsrubrik, die zu Scirrhinum vorliegt, ist die Furcht vor Krebs. Sie beschreibt eine anhaltende, auf die eigene Gesundheit gerichtete Sorge, die sich an einer bestimmten Befürchtung festmacht und häufig bei Menschen mit entsprechenden Erfahrungen in der Familie beschrieben wird. Ein darüber hinausgehendes Gemütsbild ist für diese Nosode nicht ausgearbeitet; anders als beim verwandten Carcinosinum, dem die neuere Literatur ein ausführliches seelisches Bild zuschreibt, bleiben die Angaben hier auf diese eine Rubrik beschränkt. Weitergehende Aussagen wären nicht belegt. Bei Krebserkrankungen und bei jedem unklaren Befund an Brust oder Drüsen ist ärztliche Abklärung und Behandlung erforderlich.

Ängste: Furcht vor Krebs, ausdrücklich im Repertorium verzeichnet, Sorge um die eigene Gesundheit

Leitsymptome

Bezug zur Brustdrüse mit Verhärtungen und Knotenbildung, in den Rubriken als Haupteintrag geführt
Schwellung der Drüsen
Blutungsneigung, in den klinischen Rubriken verzeichnet
Wurmbeschwerden, klinisch zugeordnet
Allgemeiner Bezug zu geschwulstartigen Veränderungen, historisch von Burnett beschrieben
Verschlechterung
  • Keine kennzeichnenden Verschlechterungsangaben überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine kennzeichnenden Besserungsangaben überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine kennzeichnenden Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Furcht vor KrebsVerhärtungen und Knoten der Brustdrüse, klassisch zugeordnetDrüsenschwellungenBlutungsneigungWurmbeschwerden

Abgrenzung

Carcinosinum ist die weit bekanntere und ausführlicher beschriebene Krebsnosode; ihr wird in der neueren Literatur ein umfangreiches Gemütsbild mit Pflichtbewusstsein, Unterdrückung eigener Bedürfnisse und Verlangen nach Salz zugeschrieben, das Scirrhinum fehlt. Conium maculatum wird klassisch bei harten Drüsenverhärtungen nach Verletzung genannt, Phytolacca decandra bei Knoten und Schmerzen der Brustdrüse. Scirrhinum bleibt eine historische Nosode mit sehr schmaler Datenlage. Bösartige Erkrankungen gehören ausschließlich in ärztliche Diagnostik und Behandlung; die genannten Zuordnungen sind Einträge der Repertoriumsliteratur und keine Aussage über eine Wirkung.

Verwandte Mittel

CarcinosinumConium maculatumPhytolacca decandraSiliceaTuberculinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.