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Materia medica · Nr. 3054

Schinusmolle

Schin.

In 14 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Schinus molle, der Peruanische Pfefferbaum aus der Familie der Sumachgewächse, ist ein sehr kleines Mittel der homöopathischen Materia medica. Die wenigen überlieferten Angaben betreffen Magen, Leber, Darm und Rücken: Erbrechen, Durchfall, Leberschmerz und ein ziehender Schmerz entlang der Wirbelsäule. Ein Konstitutions- oder Gemütsbild ist nicht ausgearbeitet.

Konstitution

KörperbauKein eigener Konstitutionstyp beschrieben; das Mittel wird über die Verdauungs- und Rückenangaben bestimmt.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentFür Schinus molle ist kein charakteristisches Temperament überliefert. Die Prüfungslage ist schmal, die Angaben stammen aus vereinzelten Beobachtungen. Eine seelische Zeichnung wäre nicht belegt und wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in der LiteraturKeine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetMittel wird über körperliche Zeichen bestimmt

Das Repertorium führt für Schinus molle keine Gemütsrubriken, und die Materia medica äußert sich zum seelischen Bild nicht. Die verzeichneten Angaben stammen aus der Beobachtung der Substanzwirkung auf Verdauungsorgane und Rücken; eine Arzneimittelprüfung mit ausgearbeitetem Gesamtbild liegt nicht vor. Die Bestimmung des Mittels stützt sich daher allein auf die körperliche Übereinstimmung, insbesondere auf die Verbindung von Leberschmerz, Erbrechen und Durchfall mit dem ziehenden Wirbelsäulenschmerz. Aussagen über das Gemüt werden bewusst unterlassen, da sie sich auf keine Quelle stützen könnten.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schmerz in der Lebergegend - die kennzeichnende Bauchangabe des Mittels
Erbrechen und Magenreizung
Durchfall
Trockenheit im Hals und in der Speiseröhre
Ziehender Schmerz entlang der Wirbelsäule
Allgemeine Beteiligung des Verdauungstrakts von der Speiseröhre bis zum Mastdarm
Verschlechterung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Beschwerden in der LebergegendErbrechenDurchfallTrockenheit von Hals und SpeiseröhreZiehender Rückenschmerz

Abgrenzung

Als Sumachgewächs ist Schinus molle mit Rhus toxicodendron und Anacardium orientale botanisch verwandt, teilt deren ausgearbeitete Bilder jedoch nicht: Rhus toxicodendron ist durch die Besserung durch fortgesetzte Bewegung und die Steifigkeit beim ersten Bewegen gekennzeichnet, Anacardium orientale durch das gespaltene Gemütsbild und die Besserung durch Essen. Bei Leberschmerz mit Verdauungsstörung sind Chelidonium majus und Carduus marianus die breiter belegten Mittel. Schinus molle bleibt ein Mittel schmaler Datenlage und kommt nur bei ausdrücklicher Übereinstimmung der wenigen verzeichneten Angaben in Betracht.

Verwandte Mittel

Rhus toxicodendronAnacardium orientaleChelidonium majusCarduus marianus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.