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Materia medica · Nr. 3053

Scatolum

Scat.

Auch: Skatol.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Scatolum, das Skatol, ist ein Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels, das bei der bakteriellen Zersetzung im Darm entsteht und den Geruch des Stuhls prägt. In der Homöopathie ist es ein sehr kleines Mittel aus der Gruppe der Fäulnis- und Stoffwechselprodukte. Der Repertoriumsbestand liegt beim Gemüt und führt eine einzige Angabe: Mangel an Antrieb und Ehrgeiz.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentDie einzige überlieferte Angabe zeichnet einen Zustand von Antriebsarmut: Es fehlt der Anstoß, etwas zu beginnen oder anzustreben. Ob dahinter Erschöpfung, Gleichgültigkeit oder Entmutigung steht, ist nicht überliefert. Ein darüber hinausgehendes Persönlichkeitsbild wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Mangel an Antrieb und EhrgeizFehlender Anstoß, etwas zu beginnenKein weiteres Gemütsbild überliefert

Der gesamte Bestand des Mittels liegt im Kapitel Gemüt und beschränkt sich auf den Mangel an Ehrgeiz - das Fehlen des Wunsches, etwas zu erreichen oder in Angriff zu nehmen. Die Angabe steht mit niedrigem Grad und ohne begleitende Zeichen; es ist nicht überliefert, ob sie mit körperlicher Schwäche, mit Verdrossenheit oder mit Verdauungsbeschwerden einhergeht. Verwandte Stoffwechsel- und Fäulnisprodukte der Materia medica wie Indolum und Pyrogenium sind ebenfalls nur knapp ausgearbeitet; ihre Angaben lassen sich nicht auf Scatolum übertragen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Körperliche Leitsymptome sind im Bestand nicht verzeichnet; die einzige Angabe betrifft das Gemüt
Die ältere Literatur nennt die Fäulnisprodukte des Darms im Zusammenhang mit Selbstvergiftungszuständen bei träger Verdauung, entwickelt daraus aber kein geprüftes Symptomenbild
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Mangel an Antrieb und EhrgeizZustände von Gleichgültigkeit gegenüber eigenen VorhabenWeitere Zuordnungen sind im Bestand nicht verzeichnet

Abgrenzung

Bei Antriebslosigkeit sind Sepia officinalis mit der Gleichgültigkeit gegenüber den Nächsten und der Besserung durch Bewegung, Phosphoricum acidum mit der Erschöpfung nach Kummer oder Säfteverlust, Gelsemium sempervirens mit der matten Schwere und Sulphur mit der Trägheit bei theoretischem Interesse die ausgearbeiteten Mittel. Carbo vegetabilis steht für Antriebsarmut mit Gärung und Blähung. Scatolum bleibt demgegenüber ein Randmittel mit einer einzigen Angabe niedrigen Grades und ohne begleitende Zeichen.

Verwandte Mittel

Sepia officinalisPhosphoricum acidumSulphurCarbo vegetabilisPyrogenium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.