Scarlatinum ist eine Nosode, die aus dem Krankheitsprodukt des Scharlachs bereitet wird. In der homöopathischen Literatur wird sie den Krankheitsnosoden zugerechnet und historisch im Zusammenhang mit Scharlach und dessen Nachwirkungen genannt, besonders mit Hals- und Nierenbeschwerden. Ein geprüftes Arzneimittelbild mit Gemüts- und Allgemeinsymptomen liegt nicht vor; das Repertorium führt nur wenige, klinisch geprägte Rubriken.
Konstitution
Gemütsbild
Kein Gemütsbild überliefertZuordnung über den Krankheitsbezug, nicht über eine PrüfungNachwirkungen fieberhafter Erkrankungen als Thema
Zu Scarlatinum liegen im Repertorium keine Gemütsrubriken vor. Wie bei den meisten Krankheitsnosoden fehlt eine ausgedehnte Arzneimittelprüfung am Gesunden; die Zuordnung erfolgt über die Krankheit, aus der die Nosode gewonnen wird. Die Literatur beschreibt das Mittel im Zusammenhang mit dem Scharlachgeschehen selbst sowie mit Zuständen, die nach einer solchen Erkrankung zurückbleiben. Ein seelisches Bild ist daraus nicht abgeleitet worden. Die klassischen Autoren führen bei den eigentlichen Krankheitsbildern von Scharlach vor allem Belladonna und Ailanthus glandulosa an; Scarlatinum steht daneben als Nosode. Scharlach ist eine meldepflichtige bakterielle Erkrankung, die in ärztliche Behandlung gehört.
Ängste: Keine Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Schlucken, entsprechend den verzeichneten Halsbeschwerden
- Weitere Verschlechterungsangaben sind nicht überliefert
- Ruhe und Wärme
- Nähere Besserungsangaben sind in der Literatur nicht beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine kennzeichnenden Abneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Halsschmerzen mit wundem GefühlHautausschläge im Zusammenhang mit fieberhaften KinderkrankheitenNierenbeschwerden als Folgezustand, klassisch zugeordnetEiweißausscheidung im HarnBeschwerden, die nach einer Scharlacherkrankung zurückbleiben
Abgrenzung
Belladonna ist das klassische Mittel bei plötzlich einsetzendem hohem Fieber mit hochrotem Gesicht und Halsschmerz und in der Literatur beim Scharlachbild am ausführlichsten beschrieben. Ailanthus glandulosa wird bei schweren, hinfälligen Verläufen mit dunkler, fleckiger Haut genannt, Apis mellifica bei starker Schwellung mit stechendem Schmerz, Lachesis muta bei linksseitigem Halsbefund. Scarlatinum unterscheidet sich von allen dadurch, dass es kein geprüftes Arzneimittelbild besitzt, sondern über den Krankheitsbezug zugeordnet wird. Die Repertorien führen es auch unter einer Rubrik zur Scharlachprophylaxe; das ist eine historische Eintragung der Repertoriumsliteratur und keine Aussage über eine Schutzwirkung.
Verwandte Mittel
BelladonnaAilanthus glandulosaApis mellificaLachesis mutaTerebinthina
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.