HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 3039

Sarracenia purpurea

Sarr.

In 519 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Sarracenia purpurea, die Purpurrote Schlauchpflanze aus den Mooren Nordamerikas, ist ein selten geprüftes Mittel, das im 19. Jahrhundert vor allem im Zusammenhang mit Pockenerkrankungen diskutiert wurde. In den Repertorien tritt es heute mit Hautausschlägen, Katarrhen mit Frösteln und Verlust des Geruchssinns sowie mit Herzklopfen im Liegen auf der linken Seite hervor. Im Gemüt sind Selbstvorwürfe verzeichnet.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; die Prüfungsgrundlage ist schmal.
Thermalitätfrostig
TemperamentDas wenige, was überliefert ist, weist auf eine gedrückte, sich selbst anklagende Verfassung. In den Repertorien sind Vorwürfe gegen sich selbst ausgewiesen. Frösteln begleitet die Beschwerden, und die Kräfte lassen im Fieber deutlich nach.

Gemütsbild

Selbstvorwürfe und Anklagen gegen die eigene PersonGedrückte, schwerfällige StimmungSchwäche mit FröstelnInsgesamt schmal überliefertes Gemütsbild

Zum Gemüt liegen nur einzelne Angaben vor. Ausgewiesen sind Selbstvorwürfe, also die Neigung, sich für Geschehenes verantwortlich zu machen und sich innerlich anzuklagen. Weitere Gemütsrubriken sind für dieses Mittel nicht verzeichnet, und auch die klassische Literatur beschreibt kein ausgearbeitetes seelisches Bild. Die Prüfungen blieben unvollständig; das Mittel wurde vorwiegend klinisch verwendet. Angaben zu Ängsten fehlen. Das Porträt bleibt daher im Gemütsbereich bewusst zurückhaltend.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schnupfen mit Frösteln, dabei vermindertes oder ganz aufgehobenes Geruchsvermögen
Herzklopfen morgens und im Liegen auf der linken Seite
Hautausschläge, in den Repertorien besonders bei Schuppenflechte aufgeführt
Fehlender Appetit, wechselnd mit Heißhunger bald nach dem Essen; drückender Magenschmerz
Häufiger Harndrang vor der Menstruation; phosphatreicher Harnsatz
Abendlicher Schweiß, auch in Ruhe; Knochenschmerzen und Schwäche im Fieber
Verschlechterung
  • Nachmittags
  • Liegen auf der linken Seite (Herzklopfen)
  • Morgens
  • Vor der Menstruation
  • Während des Fiebers
Verbesserung
  • Ruhe
  • Wärme
  • Frische Luft in Maßen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Heißhunger bald nach dem Essen
Abneigung
  • Appetitlosigkeit, kein ausgeprägtes Verlangen ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Schnupfen mit Frösteln und Verlust des Geruchssinns aufgeführtBei Hautausschlägen, insbesondere Schuppenflechte, verzeichnetBei Herzklopfen im Liegen auf der linken Seite genanntBei phosphatreichem Harnsatz in den Repertorien vermerktHistorisch wurde das Mittel in der Literatur des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit Pockenerkrankungen erörtert

Abgrenzung

Von Antimonium tartaricum und Variolinum, die in der historischen Literatur im selben Zusammenhang genannt wurden, unterscheidet sich Sarracenia durch die schmale Prüfungsgrundlage und das Fehlen eines geschlossenen Bildes. Sulphur teilt die Hautausschläge und die psorische Zuordnung, zeigt aber Brennen, Hitze und die Verschlechterung durch Waschen und Wärme im Bett. Bei Herzklopfen im Liegen auf der linken Seite steht auch Lachesis zur Unterscheidung, dort jedoch mit Berührungsempfindlichkeit am Hals und Verschlechterung nach dem Schlaf.

Verwandte Mittel

SulphurAntimonium tartaricumLachesisThuja occidentalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.