Sarcolacticum acidum ist die Fleisch- oder Muskelmilchsäure, jene Säure, die im arbeitenden Muskel entsteht und mit dem Gefühl der Übersäuerung nach starker Anstrengung verbunden ist. Boericke beschreibt das Mittel bei tiefer muskulärer Erschöpfung und bei Zuständen im Gefolge grippaler Infekte, in denen jede Bewegung zu viel scheint. In OpenHomeopath liegt nur eine einzige Rubrik vor - Grippe -, die genau in diese Richtung weist.
Konstitution
Gemütsbild
Keine Gemütsrubriken im vorliegenden DatenbestandMattigkeit und Unlust im Gefolge der körperlichen ErschöpfungSchwerpunkt der Überlieferung auf der Muskelschwäche
Im vorliegenden Datenbestand ist für Sarcolacticum acidum keine Gemütsrubrik eingetragen; die einzige Angabe betrifft die Grippe. Die Materia medica beschreibt das Mittel als eines der Erschöpfungsmittel: Wer es braucht, ist nicht seelisch niedergedrückt im eigentlichen Sinne, sondern schlicht zu kraftlos - die Muskeln versagen den Dienst, der Kranke möchte liegenbleiben und wird ungehalten, wenn man etwas von ihm verlangt. In der Gruppe der Säuren wird dieser Zug allgemein beschrieben: eine lange getragene Anstrengung, die schließlich in Kraftlosigkeit umschlägt.
Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Bewegung und körperliche Anstrengung, in der Literatur als kennzeichnend beschrieben
- Nach fieberhaften Erkrankungen, wenn die Kräfte nicht zurückkehren
- Ruhe und Liegen, in der Literatur genannt
- Weitere Besserungsumstände sind im Repertorium nicht verzeichnet
Verlangen und Abneigungen
- Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
- Im Repertorium nicht verzeichnet
- Widerwille gegen Speisen bei bestehender Übelkeit, in der Literatur angedeutet
- Weitere Abneigungen sind nicht überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
Grippe - einzige RepertoriumsrubrikZustände tiefer muskulärer Erschöpfung, klassisch aufgeführtAnhaltende Kraftlosigkeit nach fieberhaften ErkrankungenMuskelkater-artiger Zerschlagenheitsschmerz nach Überanstrengung
Abgrenzung
Gelsemium sempervirens teilt die Schwere und Schwäche bei grippalen Zuständen, zeigt jedoch deutlicher Zittern, Benommenheit und Kopfschmerz im Nacken. Eupatorium perfoliatum ist durch den zermürbenden Knochenschmerz gekennzeichnet, Bryonia alba durch die Verschlimmerung bei jeder Bewegung mit Reizbarkeit. Phosphoricum acidum steht der Erschöpfung ebenfalls nahe, betrifft aber stärker die geistige Stumpfheit nach Kummer. Sarcolacticum acidum ist demgegenüber vor allem auf die muskuläre Kraftlosigkeit bezogen.
Verwandte Mittel
Gelsemium sempervirensEupatorium perfoliatumPhosphoricum acidumPicricum acidumBryonia alba
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.