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Materia medica · Nr. 3037

Sarcolacticum acidum

Sarcol-ac.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Sarcolacticum acidum ist die Fleisch- oder Muskelmilchsäure, jene Säure, die im arbeitenden Muskel entsteht und mit dem Gefühl der Übersäuerung nach starker Anstrengung verbunden ist. Boericke beschreibt das Mittel bei tiefer muskulärer Erschöpfung und bei Zuständen im Gefolge grippaler Infekte, in denen jede Bewegung zu viel scheint. In OpenHomeopath liegt nur eine einzige Rubrik vor - Grippe -, die genau in diese Richtung weist.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert; das Mittel wird über den Erschöpfungszustand beschrieben, nicht über den Körperbau. Klassisch genannt werden Menschen, die nach Überanstrengung oder einer fieberhaften Erkrankung nicht wieder zu Kräften kommen.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentBeschrieben wird eine erschöpfte, mürrische Verfassung: zu matt, um sich zu beschäftigen, jede Anstrengung erscheint zu groß. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt für dieses Mittel nicht vor; die Angaben der Literatur betreffen fast ausschließlich die körperliche Kraftlosigkeit.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im vorliegenden DatenbestandMattigkeit und Unlust im Gefolge der körperlichen ErschöpfungSchwerpunkt der Überlieferung auf der Muskelschwäche

Im vorliegenden Datenbestand ist für Sarcolacticum acidum keine Gemütsrubrik eingetragen; die einzige Angabe betrifft die Grippe. Die Materia medica beschreibt das Mittel als eines der Erschöpfungsmittel: Wer es braucht, ist nicht seelisch niedergedrückt im eigentlichen Sinne, sondern schlicht zu kraftlos - die Muskeln versagen den Dienst, der Kranke möchte liegenbleiben und wird ungehalten, wenn man etwas von ihm verlangt. In der Gruppe der Säuren wird dieser Zug allgemein beschrieben: eine lange getragene Anstrengung, die schließlich in Kraftlosigkeit umschlägt.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Grippe - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe des Mittels
Tiefe Muskelschwäche, in der Literatur als äußerste Erschöpfung nach geringer Anstrengung beschrieben
Wundes, zerschlagenes Gefühl in den Muskeln, wie nach übermäßiger körperlicher Arbeit
Anhaltende Kraftlosigkeit im Gefolge fieberhafter Erkrankungen
Übelkeit mit Schwäche, von Boericke genannt
Verschlechterung
  • Bewegung und körperliche Anstrengung, in der Literatur als kennzeichnend beschrieben
  • Nach fieberhaften Erkrankungen, wenn die Kräfte nicht zurückkehren
Verbesserung
  • Ruhe und Liegen, in der Literatur genannt
  • Weitere Besserungsumstände sind im Repertorium nicht verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • Im Repertorium nicht verzeichnet
Abneigung
  • Widerwille gegen Speisen bei bestehender Übelkeit, in der Literatur angedeutet
  • Weitere Abneigungen sind nicht überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Grippe - einzige RepertoriumsrubrikZustände tiefer muskulärer Erschöpfung, klassisch aufgeführtAnhaltende Kraftlosigkeit nach fieberhaften ErkrankungenMuskelkater-artiger Zerschlagenheitsschmerz nach Überanstrengung

Abgrenzung

Gelsemium sempervirens teilt die Schwere und Schwäche bei grippalen Zuständen, zeigt jedoch deutlicher Zittern, Benommenheit und Kopfschmerz im Nacken. Eupatorium perfoliatum ist durch den zermürbenden Knochenschmerz gekennzeichnet, Bryonia alba durch die Verschlimmerung bei jeder Bewegung mit Reizbarkeit. Phosphoricum acidum steht der Erschöpfung ebenfalls nahe, betrifft aber stärker die geistige Stumpfheit nach Kummer. Sarcolacticum acidum ist demgegenüber vor allem auf die muskuläre Kraftlosigkeit bezogen.

Verwandte Mittel

Gelsemium sempervirensEupatorium perfoliatumPhosphoricum acidumPicricum acidumBryonia alba

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.