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Materia medica · Nr. 3029

Santalum album

Santa.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Santalum album, das Weiße Sandelholz aus Indien, liefert ein ätherisches Öl, das im 19. Jahrhundert in der Medizin des Harnapparats einen festen Platz hatte. In der homöopathischen Literatur ist Santalum ein kleines Organmittel: Die vorliegenden Rubriken führen es bei Beschwerden der Harnwege mit Ausfluss aus der Harnröhre sowie bei Nierenschmerzen. Ein ausgearbeitetes Konstitutionsbild besteht nicht.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin Wesensbild ist für Santalum nicht überliefert. Das Mittel wurde als Organmittel für die Harnwege in die Materia medica aufgenommen und über die dort auftretenden Empfindungen beschrieben, nicht über eine Gemütslage. Angaben zu Temperament oder Wärmeverhalten wären nicht belegt.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertBedrücktheit im Zusammenhang mit anhaltenden HarnwegsbeschwerdenErschöpfung durch nächtliches Wasserlassen

In OpenHomeopath sind für Santalum album keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Die Literatur beschreibt das Mittel als reines Organmittel des Harnapparats. Was sich an seelischer Beteiligung ergibt, ist Folge des körperlichen Zustands: die Bedrücktheit und Scham, die anhaltende Beschwerden im Genitalbereich mit sich bringen, sowie die Zermürbung durch gestörten Nachtschlaf. Ein charakteristisches Gemütsbild, an dem das Mittel erkennbar wäre, gibt es nicht.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Ausfluss aus der Harnröhre — die klassische und namengebende Zuordnung des Mittels in der älteren Literatur
Schmerz in den Nieren — als eigene Rubrik geführt
Brennen beim Wasserlassen, wie es die Materia medica für das Sandelholzöl beschreibt
Beschwerden der Nieren und ableitenden Harnwege allgemein, als übergeordnete Zuordnung
Verschlechterung
  • beim und nach dem Wasserlassen, entsprechend der Organzuordnung
  • nachts, wie für Harnwegsmittel dieser Gruppe beschrieben
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Beschwerden der Harnwege mit Ausfluss aus der Harnröhre, in Repertorien Santalum zugeordnetNierenschmerzenBrennen beim Wasserlassen, in der älteren Materia medica beschrieben

Abgrenzung

Santalum steht bei den Harnwegsmitteln neben Cannabis sativa, Copaiva und Cubeba, die im 19. Jahrhundert bei denselben Bildern geführt wurden; die Unterscheidung erfolgt dort über Farbe und Beschaffenheit des Ausflusses. Bei brennendem Harndrang mit ausgeprägter Unruhe ist Cantharis das ausgearbeitetere Mittel, bei Nierenkoliken Berberis. Santalum bleibt ein Organmittel mit schmaler Symptombasis.

Verwandte Mittel

Cannabis sativaCopaiva officinalisCubebaCantharisBerberis vulgaris

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.