Santoninum ist der wirksame Bestandteil des Wurmsamens, gewonnen aus dem Zitwerbeifuß, dem auch das Mittel Cina entstammt. Die Materia medica ordnet es den Wurmbeschwerden von Kindern zu, mit Zähneknirschen im Schlaf und krampfartigen Zuständen. Als Eigenheit gilt die Farbverschiebung des Sehens: Die Repertorien führen grünes Sehen und einen Hof um Lichtquellen auf; die Literatur beschreibt ergänzend das Gelbsehen. Der Harn ist auffällig verfärbt und übelriechend.
Konstitution
Gemütsbild
In den vorliegenden Rubriken keine Gemütssymptome ausgewiesenNächtliche Unruhe mit Zähneknirschen im SchlafIn der Literatur nicht näher beschrieben
Zu Santoninum sind im Repertorium keine Gemütsrubriken verzeichnet. Das Mittel wird in der Literatur als der wirksame Bestandteil des Wurmsamens geführt und weitgehend über seine körperlichen Zeichen bestimmt: die Farbverschiebung des Sehens, die Harnveränderungen und die krampfartigen Zustände. Mittelbar gehören dazu die nächtliche Unruhe und das Zähneknirschen im Schlaf, die bei Wurmbeschwerden von Kindern beschrieben werden. Ein eigenständiges seelisches Bild wäre an dieser Stelle nicht belegt; wer die Gemütsebene beurteilen möchte, findet die ausgearbeiteten Züge bei Cina, dem Mittel derselben Pflanze.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nachts und um Mitternacht, die Krämpfe
- Nachmittags
- Während der Krampfanfälle, die Atmung
- Im Schlaf, das Zähneknirschen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- Verminderter Appetit
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Wurmbeschwerden von Kindern aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Farbverschiebungen des Sehens mit Hof um LichtquellenBei auffällig verfärbtem, übelriechendem Harn im hohen Grad verzeichnetBei erschwertem, tropfenweisem Wasserlassen und unwillkürlichem Harnabgang genanntBei Zähneknirschen im Schlaf aufgeführtBei Krampfanfällen, die im Gesicht beginnen, verzeichnet
Abgrenzung
Cina stammt aus derselben Pflanze und zeigt das ausgearbeitete Bild der Wurmbeschwerden mit Launenhaftigkeit, Nasenbohren, Heißhunger und dem Verlangen, das sofort wieder abgelehnt wird; Santoninum ist demgegenüber enger gefasst und tritt vor allem durch die Seh- und Harnzeichen hervor. Spigelia steht bei Augen- und Nervenschmerzen, ohne die Harnveränderungen. Artemisia vulgaris teilt die Krampfanfälle von Kindern, dort mit plötzlichem Einsetzen nach Schreck. Für Santoninum spricht die Verbindung von Wurmbeschwerden, farbverschobenem Sehen mit Lichthof und dem auffällig verfärbten Harn.
Verwandte Mittel
CinaArtemisia vulgarisSpigeliaTeucrium marum verumCuprum metallicumTerebinthina
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.