Sanguinarinum tartaricum ist das weinsaure Salz des Sanguinarins, jenes Alkaloids, das die orangerote Färbung der Blutwurz Sanguinaria canadensis ausmacht. Die homöopathische Literatur führt die Sanguinarin-Salze vor allem bei Reizzuständen der Nasen- und Rachenschleimhaut; für das weinsaure Salz sind in den Repertorien darüber hinaus Augenzeichen verzeichnet – hervortretende Augen, weite Pupillen, verschleiertes Sehen – sowie gallig gefärbter Stuhl.
Konstitution
Gemütsbild
In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnetDas Mittel ist über Auge, Sehen und Stuhl erfasstDas Gemütsbild der Blutwurz gehört zur Muttersubstanz, nicht zum Salz
Für Sanguinarinum tartaricum enthält die Datenbasis ausschließlich körperliche Rubriken. Die Sanguinarin-Salze wurden in der amerikanischen Materia medica des neunzehnten Jahrhunderts eigens geprüft, weil man sich vom isolierten Alkaloid eine gezieltere Wirkung auf die Schleimhäute versprach; am bekanntesten ist Sanguinarinum nitricum bei hartnäckigem Nasenkatarrh und Polypen. Das weinsaure Salz ist demgegenüber selten und mit wenigen Zeichen verzeichnet. Ein Gemütsbild ist nicht überliefert. Wer das ausgearbeitete Bild sucht, wird auf Sanguinaria canadensis verwiesen, wo Hitze, Brennen und rechtsseitige Beschwerden im Vordergrund stehen. Über diese Einordnung hinaus lässt sich zum Gemüt nichts Belastbares sagen.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur zu diesem Salz nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
- Für Sanguinaria canadensis werden Verschlechterung durch Bewegung, Berührung und rechtsseitiges Auftreten beschrieben; für das Salz ist dies nicht eigens geprüft
- In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
- Für die Muttersubstanz ist Besserung durch Schlaf und im dunklen Zimmer überliefert
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien beim Hervortreten der Augäpfel aufgeführt; ärztliche Abklärung ist hier unerlässlichBei weiten Pupillen verzeichnetBei verschleiertem Sehen genanntBei gallig gefärbtem Stuhl in den Rubriken geführt
Abgrenzung
Sanguinaria canadensis ist die Muttersubstanz und das ausgearbeitete Mittel mit rechtsseitigem Kopfschmerz, brennenden Wangen und Hitzewallungen. Sanguinarinum nitricum steht bei hartnäckigem Nasenkatarrh und Polypen im Vordergrund. Bei hervortretenden Augen mit weiten Pupillen sind Belladonna und die Schilddrüsenmittel Thyreoidinum und Natrium muriaticum zu bedenken, wobei solche Befunde immer ärztlich abzuklären sind. Sanguinarinum tartaricum bleibt ein sehr kleines Mittel mit schmaler Grundlage.
Verwandte Mittel
Sanguinaria canadensisSanguinarinum nitricumBelladonnaChelidonium majusThyreoidinum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.