HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 3016

Sambucus canadensis

Samb-c.

In 11 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Sambucus canadensis, der Kanadische oder Amerikanische Holunder, ist der nordamerikanische Verwandte des bekannten Sambucus nigra. In der homöopathischen Literatur ist er ein kleines Mittel mit zwei Schwerpunkten: Atemwegsbeschwerden mit asthmatischer Atmung und Trockenheit im Kehlkopf sowie ein Nierenbezug mit eiweißhaltigem Harn und Kreuzschmerzen. Der Datenbestand ist schmal; das ausgearbeitete Mittel der Gattung bleibt Sambucus nigra.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild ist nicht überliefert. Die Literatur beschreibt bei den Holundern eher Zustände der Wasserverteilung und der Atmung als einen Menschentyp.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen für diese Art keine belastbaren Angaben vor. Wer das Mittel erwägt, geht vom Atem- oder Nierenbild aus. Ein durchgezeichnetes seelisches Kennzeichen ist in den Repertorien nicht verzeichnet.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertBeklemmung und Erschrecken bei nächtlicher Atemnot (für die Gattung beschrieben)In der Literatur nicht näher beschrieben

Für Sambucus canadensis verzeichnen die Repertorien keine Gemütsrubriken. Was die Materia medica an Schreck und Angst beim plötzlichen nächtlichen Erwachen mit Atemnot beschreibt, gehört zum weit besser geprüften Sambucus nigra und lässt sich nicht ohne Weiteres auf die amerikanische Art übertragen. Ein eigenes seelisches Thema wurde für dieses Mittel nie erarbeitet. Der Zugang führt über die körperlichen Zeichen an Atemwegen und Nieren.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Asthmatische Atmung mit Beklemmung - der Atemwegsschwerpunkt des Mittels
Trockenheit im Kehlkopf und in der Luftröhre
Beklemmende Brustbeschwerden, in den Repertorien der Angina pectoris zugeordnet
Eiweißhaltiger Harn - der Nierenbezug des Mittels
Schmerz im Kreuz, in der Lendengegend
Die ältere Literatur beschreibt für die Gattung eine ausgeprägte Wirkung auf den Wasserhaushalt mit Neigung zu Wasseransammlungen
Verschlechterung
  • Nachts, entsprechend dem Atembild der Gattung
  • Zu weiteren Modalitäten liegen in der Datenbank keine Angaben vor
Verbesserung
  • Aufsitzen bei erschwerter Atmung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Asthmatische AtembeschwerdenTrockenheit im KehlkopfBeklemmung in der BrustEiweißhaltiger HarnKreuzschmerz in der Lendengegend

Abgrenzung

Das Bezugsmittel der Gattung ist Sambucus nigra, der Schwarze Holunder: dort ist das nächtliche Auffahren mit Erstickungsgefühl bei trockener Nase und der reichliche Schweiß beim Erwachen kennzeichnend ausgearbeitet, und dieses Bild trägt die Praxis. Sambucus canadensis bleibt demgegenüber schmal und wird vor allem wegen des Nierenbezugs mit eiweißhaltigem Harn erwogen; dort steht Apis mellifica mit den Ödemen und Terebinthina mit der blutigen Harnveränderung daneben. Arsenicum album deckt die nächtliche Atemnot mit Unruhe umfassender ab.

Verwandte Mittel

Sambucus nigraApis mellificaArsenicum albumTerebinthinaIpecacuanha

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.