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Materia medica · Nr. 267

Sambucus nigra

Samb.

In 3.508 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Sambucus nigra, der Schwarze Holunder, ist in der Materia medica vor allem ein Mittel für Säuglinge und kleine Kinder mit verstopfter, trockener Nase, die nachts plötzlich erstickend erwachen. Kennzeichnend ist der Wechsel zwischen trockener Hitze im Schlaf und überströmendem Schweiß im Wachen. Die Beschwerden treten nach Mitternacht auf, das Kind fährt erschrocken hoch und ringt nach Luft.

Konstitution

KörperbauHäufig beschrieben bei Säuglingen und Kleinkindern; die Repertorien führen ausdrücklich Krankheiten bei Kindern im höchsten Grad auf.
Thermalitätwechselnd
TemperamentVerzeichnet sind Angst beim Erwachen und in der Nacht sowie Weinen im Schlaf. Beschrieben wird ein erschrecktes, ängstliches Kind, das aus dem Schlaf hochfährt, sich aufsetzt und Luft sucht, dabei aber jedes Aufdecken abwehrt.

Gemütsbild

Angst beim Erwachen, Erschrecken aus dem SchlafNächtliche ÄngstlichkeitWeinen im Schlaf

Das Gemütsbild ist eng an die nächtlichen Atembeschwerden gebunden: Das Kind erwacht nach Mitternacht plötzlich, ringt nach Luft und wird von Angst ergriffen. Die Repertorien führen Angst beim Erwachen, Angst in der Nacht und Weinen im Schlaf auf, dazu Trugbilder und Phantome. Nach dem Anfall bleibt eine erschöpfte, ängstliche Stimmung zurück, oft mit der Furcht, wieder einzuschlafen. Bemerkenswert ist die Abneigung gegen das Entblößen, die auch dann besteht, wenn das Kind heftig schwitzt.

Ängste: Angst beim Erwachen und nachts, Erstickungsangst im Anfall

Leitsymptome

Trockene, verstopfte Nase ohne Absonderung, die besonders Säuglingen das Trinken und Atmen erschwert
Plötzliches Erwachen nach Mitternacht mit Atemnot, kruppartigem, erstickendem Husten und lautem Atemgeräusch
Ausgeprägter Wechsel: trockene Hitze im Schlaf, reichlicher Schweiß am ganzen Körper außer am Kopf, sobald das Kind wach ist
Wassersüchtige Schwellungen an Beinen, Füßen und Händen
Kalte Hände; Kälte der Füße bei heißem Gesicht
Zäher, klebriger, wie gelatineartig geballter Auswurf
Verschlechterung
  • Nachts, besonders nach Mitternacht
  • Liegen und Lagewechsel
  • Entblößen, Aufdecken
  • Beim Husten
  • Beim und nach dem Erwachen (Schweiß)
Verbesserung
  • Aufsitzen und Aufstehen
  • Bewegung und Gehen
  • Während des Schlafs (Schweiß lässt nach)

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Speiserubriken nicht ausgewiesen
  • Verlangen nach Zudecken, auch bei starkem Schweiß
Abneigung
  • Abneigung gegen Getränke
  • Abneigung gegen das Entblößen und Aufdecken

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei nächtlicher Atemnot und kruppartigem Husten bei Kindern aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Stockschnupfen von Säuglingen mit trockener, verstopfter NaseBei asthmatischen Zuständen nach Mitternacht genanntBei reichlichem Schweiß im Wachzustand mit trockener Hitze im Schlaf verzeichnetBei wassersüchtigen Schwellungen der Beine in der Literatur beschrieben

Abgrenzung

Spongia und Hepar sulphuris werden ebenfalls bei kruppartigem Husten genannt; Spongia ist trockener und sägender vor Mitternacht, Hepar lockerer und deutlich kälteempfindlich, während Sambucus nach Mitternacht auffährt und die Nase völlig trocken ist. Nux vomica hat gleichfalls verstopfte Nase in der Nacht, dort mit Reizbarkeit und Wärmebedürfnis. Ipecacuanha zeigt Erstickungshusten mit Übelkeit und Rasseln, ohne den charakteristischen Wechsel von trockener Hitze im Schlaf und strömendem Schweiß im Wachen, der für Sambucus kennzeichnend ist.

Verwandte Mittel

SpongiaHepar sulphurisIpecacuanhaBelladonnaBromium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.