Salix fragilis, die Bruchweide, ist eine mitteleuropäische Weidenart; ihre Rinde enthält wie die anderer Weiden Salicin und gehört zu den alten Fieber- und Rheumamitteln der Volksheilkunde. Homöopathisch ist die Art nur selten bearbeitet worden, deutlich seltener als Salix nigra oder Salix purpurea. Die im Repertorium hinterlegten Angaben stammen aus einer kleinen Prüfung, sind durchweg niedrig bewertet und betreffen vor allem Allgemein- und Nahrungsmodalitäten, Atmung und Augen.
Konstitution
Gemütsbild
In den vorliegenden Rubriken keine Gemütssymptome ausgewiesenIn der Literatur nicht näher beschrieben
Zum Gemüt liegen bei Salix fragilis keine Angaben vor. Die im Repertorium hinterlegten Rubriken beschränken sich auf allgemeine Modalitäten, Nahrungsverlangen und Abneigungen, Atembeschwerden und Augensymptome, und sie sind sämtlich im niedrigsten Grad geführt. Die homöopathische Literatur behandelt vorrangig andere Weidenarten, insbesondere Salix nigra. Eine Schilderung der seelischen Verfassung wäre daher an dieser Stelle nicht belegbar; sie unterbleibt bewusst. Wer mit diesem Mittel arbeitet, ist auf die wenigen körperlichen Zeichen und auf den Vergleich mit den besser geprüften Weiden angewiesen.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Alkoholische Getränke, mit rascher Trunkenheit
- Bier
- Kaffee
- Abends und nachts
- Wollene Kleidung auf der Haut
- Nachmittags
- Seeluft, Aufenthalt am Meer
Verlangen und Abneigungen
- Butter und fette Speisen
- Schokolade und Süßes
- Kalte Getränke
- Mehlspeisen
- Saftige Früchte, Zitronen und Orangen
- Tabak
- Fleisch
- Essen trotz Hunger, also Abneigung gegen Speisen bei gleichzeitigem Hungergefühl
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei nächtlicher Atembeschwerde im Liegen aufgeführtBei Trockenheit und Reizung der Augen und Lider verzeichnetBei Hitzewallungen im Wechsel mit Frösteln genanntBei Unverträglichkeit alkoholischer Getränke in der Prüfung beschrieben
Abgrenzung
Salix fragilis ist nur klein geprüft und sollte nicht mit den besser dokumentierten Weiden verwechselt werden: Salix nigra ist in der Literatur vor allem bei gesteigerter geschlechtlicher Erregung beschrieben, Salix purpurea bei Beschwerden im weiblichen Zyklus. Salicylicum acidum, der aus der Weidenrinde abgeleitete Stoff, steht bei Ohrgeräuschen, Schwindel und Gelenkrheumatismus. Angesichts der schmalen Datenlage empfiehlt sich bei diesem Mittel besondere Zurückhaltung und der Abgleich mit den vollständigeren Mitteln derselben Gruppe.
Verwandte Mittel
Salix nigraSalix purpureaSalicylicum acidumPopulus tremuloides
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.