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Materia medica · Nr. 3013

Salvia officinalis

Salv.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Salvia officinalis, der Echte Salbei, ist eine alte Heil- und Küchenpflanze des Mittelmeerraums, deren Name auf das lateinische Wort für heilen zurückgeht. In der homöopathischen Literatur steht sie vor allem für zwei Zusammenhänge: für übermäßige Absonderungen, besonders den nächtlichen Schweiß, und für den trockenen Reizhusten. Beide Angaben schließen unmittelbar an die volksmedizinische Verwendung an.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden geschwächte Menschen mit zehrenden Zuständen, bei denen der reichliche Nachtschweiß die Kräfte zusätzlich aufbraucht. Ein eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen im Repertorium keine Einträge vor. Salvia officinalis wird über die Absonderungen und den Husten gefunden; ein Temperamentsbild wird in der Literatur nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Salvia officinalis sind keine Gemütszeichen verzeichnet. Der Salbei kam aus der Volks- und Klostermedizin in die homöopathische Arzneimittellehre, wo er seit dem 19. Jahrhundert vor allem wegen der Wirkung auf übermäßige Schweiß- und Milchabsonderung geführt wird; eine ausgearbeitete Prüfung an Gesunden mit Gemütsbild liegt nicht vor. Sein Bild bleibt daher schmal und körperlich. Wer das Mittel erwägt, geht vom nächtlichen Schweiß und vom trockenen Kitzelhusten aus, nicht vom seelischen Zustand.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Reichlicher Schweiß in der Nacht - das kennzeichnendste Zeichen des Mittels
Trockener Kitzelhusten; ein Reiz im Kehlkopf treibt den Husten an
Klassisch zugeordnet zu zehrenden Erkrankungen der Lunge, in der älteren Literatur als Lungenschwindsucht bezeichnet
Heiserkeit und Rauheit des Halses, wie in der Literatur beschrieben
Nach der Literatur auch Angaben zu übermäßiger Milchabsonderung
Verschlechterung
  • Nachts, besonders in den frühen Morgenstunden (Schweiß)
  • Kalte Luft und Sprechen (Husten)
Verbesserung
  • Ruhe und gleichmäßige Wärme
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Nächtlicher SchweißTrockener Reiz- und KitzelhustenHeiserkeitZehrende Zustände mit reichlichem SchweißÜbermäßige Milchabsonderung

Abgrenzung

Bei nächtlichem Schweiß sind China officinalis (mit Schwäche nach Säfteverlust), Silicea (mit Kopfschweiß) und Phosphorus (bei zehrenden Lungenzuständen) die vollständig geprüften Mittel mit eigenem Allgemeinbild. Beim trockenen Kitzelhusten stehen Rumex crispus, Sticta pulmonaria und Drosera rotundifolia im Vordergrund. Salvia officinalis bleibt ein kleines Mittel, dessen Kennzeichen die Verbindung von starkem Nachtschweiß und trockenem Kehlkopfreiz ist.

Verwandte Mittel

China officinalisPhosphorusSiliceaRumex crispusStannum metallicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.