Salvia officinalis, der Echte Salbei, ist eine alte Heil- und Küchenpflanze des Mittelmeerraums, deren Name auf das lateinische Wort für heilen zurückgeht. In der homöopathischen Literatur steht sie vor allem für zwei Zusammenhänge: für übermäßige Absonderungen, besonders den nächtlichen Schweiß, und für den trockenen Reizhusten. Beide Angaben schließen unmittelbar an die volksmedizinische Verwendung an.
Konstitution
Gemütsbild
Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben
Zu Salvia officinalis sind keine Gemütszeichen verzeichnet. Der Salbei kam aus der Volks- und Klostermedizin in die homöopathische Arzneimittellehre, wo er seit dem 19. Jahrhundert vor allem wegen der Wirkung auf übermäßige Schweiß- und Milchabsonderung geführt wird; eine ausgearbeitete Prüfung an Gesunden mit Gemütsbild liegt nicht vor. Sein Bild bleibt daher schmal und körperlich. Wer das Mittel erwägt, geht vom nächtlichen Schweiß und vom trockenen Kitzelhusten aus, nicht vom seelischen Zustand.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nachts, besonders in den frühen Morgenstunden (Schweiß)
- Kalte Luft und Sprechen (Husten)
- Ruhe und gleichmäßige Wärme
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Nächtlicher SchweißTrockener Reiz- und KitzelhustenHeiserkeitZehrende Zustände mit reichlichem SchweißÜbermäßige Milchabsonderung
Abgrenzung
Bei nächtlichem Schweiß sind China officinalis (mit Schwäche nach Säfteverlust), Silicea (mit Kopfschweiß) und Phosphorus (bei zehrenden Lungenzuständen) die vollständig geprüften Mittel mit eigenem Allgemeinbild. Beim trockenen Kitzelhusten stehen Rumex crispus, Sticta pulmonaria und Drosera rotundifolia im Vordergrund. Salvia officinalis bleibt ein kleines Mittel, dessen Kennzeichen die Verbindung von starkem Nachtschweiß und trockenem Kehlkopfreiz ist.
Verwandte Mittel
China officinalisPhosphorusSiliceaRumex crispusStannum metallicum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.