Salicinum ist das Salicin, der bittere Glykosidbestandteil der Weidenrinde und Ausgangsstoff der Salicylsäurereihe. In der homöopathischen Literatur ist es ein kleines, aber deutlich umrissenes Mittel: die Repertorien führen es bei Ohrgeräuschen, Schwerhörigkeit und Schwindel im Sinne der Menière-Erkrankung sowie bei grippalen Zuständen. Die Verbindung von Ohr, Gleichgewicht und Gehör ist sein Kennzeichen.
Konstitution
Gemütsbild
keine eigenen Gemütsrubriken verzeichnetBelastung durch anhaltende OhrgeräuscheUnsicherheit infolge von Schwindel
Zu Salicinum sind in den vorliegenden Rubriken keine Gemüts- oder Geistessymptome verzeichnet. Die Literatur beschreibt das Mittel über die Ohrsymptome und den Schwindel, nicht über ein seelisches Profil. Was sich sagen lässt, ist allenfalls, dass die geschilderten Beschwerden - beständiges Sausen, Schwerhörigkeit, Drehschwindel - für sich genommen belastend sind und Betroffene in ihrer Sicherheit einschränken. Eine darüber hinausgehende Gemütscharakteristik wäre nicht durch Quellen gedeckt und unterbleibt daher.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Unsicherheit beim Gehen infolge des Schwindels wird als Zustand, nicht als Angstthema beschrieben
Leitsymptome
- Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
- Bewegung des Kopfes wird bei Drehschwindel allgemein genannt, ist für dieses Mittel aber nicht eigens repertorisiert
- Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
- Ruhiges Liegen wird bei Schwindelzuständen allgemein genannt, hier jedoch nicht belegt
Verlangen und Abneigungen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
Ohrgeräusche, in den Repertorien der Kernbezug dieses MittelsSchwerhörigkeitDrehschwindel im Sinne der Menière-ErkrankungGrippale Zustände
Abgrenzung
Bei Ohrensausen mit Schwerhörigkeit ist China officinalis das bekanntere Mittel, dort jedoch im Zusammenhang mit Schwäche nach Säfteverlust und ausgeprägter Berührungsempfindlichkeit; Chininum sulphuricum zeigt das Sausen mit periodisch wiederkehrenden Beschwerden. Salicinum unterscheidet sich davon durch die enge Bindung an das Bild der Menière-Erkrankung, also die Verknüpfung von Drehschwindel, Sausen und Hörminderung. Von der verwandten Salicylsäure grenzt es sich in den Repertorien durch die Betonung des Ohrbereichs ab.
Verwandte Mittel
China officinalisChininum sulphuricumSalicylicum acidumNatrium salicylicumCocculus indicusConium maculatum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.