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Materia medica · Nr. 3002

Salamandra maculata

Salam.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Salamandra maculata, der Feuersalamander, gehört zu den Tiermitteln der älteren Arzneimittellehre; das Hautsekret des Lurchs enthält stark wirksame Alkaloide. Von den überlieferten Zeichen ist eines besonders eigentümlich und deshalb wertvoll: Schwindel und Bewusstseinsverlust beim Blick nach unten. Diese enge Bindung an eine bestimmte Blickrichtung ist das eigentliche Kennzeichen des Mittels.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über die auffällige Schwindelmodalität gefunden, nicht über den Körperbau.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegt im Repertorium nur die Angabe zur Bewusstlosigkeit vor, also ein Zustand und kein Wesenszug. Ein Temperamentsbild wird in der Literatur nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Bewusstlosigkeit, besonders beim Blick nach untenBenommenheit und BetäubungEin eigentliches Gemütsbild ist nicht überliefert

Der einzige Eintrag im Gemütskapitel betrifft die Bewusstlosigkeit und ihre auffällige Auslösung durch das Blicken nach unten. Das ist ein Zustand der Sinne und des Bewusstseins, kein Charakterzug. Die Prüfungen an Salamandra stammen aus dem 19. Jahrhundert und sind nur bruchstückhaft überliefert; die älteren Autoren erwähnen daneben Schwere, Betäubung und Schläfrigkeit. Züge wie Reizbarkeit oder Angst sind für dieses Mittel nicht belegt und sollten nicht hinzugedacht werden. Wer Salamandra maculata erwägt, tut dies wegen der ungewöhnlichen Verbindung von Schwindel, Bewusstseinstrübung und Blickrichtung.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schwindel beim Blick nach unten - das kennzeichnendste Zeichen des Mittels
Schwindel beim Blicken überhaupt, also bei angestrengter oder gerichteter Blickbewegung
Bewusstlosigkeit, ausgelöst durch das Abwärtsschauen
Benommenheit und Schwere des Kopfes, wie in den älteren Prüfungen beschrieben
Weitere Organbezüge sind im Repertorium nicht geführt
Verschlechterung
  • Blick nach unten
  • Angestrengtes, gerichtetes Schauen
Verbesserung
  • Ruhiges Geradeausschauen, Schließen der Augen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Schwindel beim Blick nach untenOhnmachtsneigung bei bestimmter BlickrichtungBenommenheit und Schwere des KopfesSchwindel bei Blickbewegungen

Abgrenzung

Bei Schwindel mit deutlicher Bindung an Blick oder Kopfhaltung sind Conium maculatum (Schwindel beim Umdrehen des Kopfes im Liegen), Bryonia alba (beim Aufrichten) und Cocculus indicus (bei Bewegung und Fahren) die vollständig geprüften und breiter beschriebenen Mittel. Spigelia anthelmia zeigt Schwindel bei Blickbewegungen mit Schmerz hinter dem Auge. Salamandra maculata unterscheidet sich durch die ungewöhnlich enge Bindung an das Abwärtsschauen bis hin zum Bewusstseinsverlust, hat aber sonst kein ausgearbeitetes Bild.

Verwandte Mittel

Conium maculatumCocculus indicusBryonia albaSpigelia anthelmiaBufo rana

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.