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Materia medica · Nr. 2999

Salix mollissima

Sal-mo.

Auch: Salx-m.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Salix mollissima ist eine Weidenart und gehört damit zu der Pflanzengattung, aus deren Rinde einst die Salicylsäure gewonnen wurde. Entsprechend liegt der Schwerpunkt der wenigen überlieferten Angaben auf dem rheumatischen Formenkreis: Schmerzen der unteren Gliedmaßen, ausdrücklich als Ischiasschmerz geführt. Ein Konstitutionsbild besitzt das Mittel nicht.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über den Schmerzbefund an den Beinen gefunden.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen im Repertorium keine Einträge vor. Salix mollissima ist über den rheumatischen Schmerz erschlossen; ein Temperamentsbild wird in der Literatur nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Salix mollissima sind keine Gemütszeichen verzeichnet. Die Weidenrinde war schon in der Volksmedizin ein altes Mittel bei Fieber und Gliederschmerzen; in die homöopathische Arzneimittellehre gelangten die Weidenarten über diese Erfahrung und nicht über eine ausgearbeitete Prüfung an Gesunden. Das Bild von Salix mollissima bleibt daher schmal und rein körperlich. Salix nigra, die schwarze Weide, ist die einzige Art der Gattung mit einem etwas breiter überlieferten Bild; deren Angaben lassen sich nicht auf Salix mollissima übertragen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schmerzen der unteren Gliedmaßen - der Schwerpunkt des Mittels
Ischiasschmerz, ausdrücklich geführt; Schmerz im Verlauf des Beinnervs
Schmerzen der Gliedmaßen allgemein
Klassisch zugeordnet zu rheumatischen Beschwerden
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • Feuchte, kalte Witterung, wie bei rheumatischen Zuständen allgemein beschrieben
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Wärme und Ruhe
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

IschiasschmerzSchmerzen der unteren GliedmaßenRheumatische BeschwerdenGliederschmerzen allgemein

Abgrenzung

Beim Ischiasschmerz sind Colocynthis (Besserung durch Zusammenkrümmen und harten Druck), Gnaphalium polycephalum (Schmerz im Wechsel mit Taubheit) und Rhus toxicodendron (Besserung durch fortgesetzte Bewegung) die vollständig geprüften Mittel mit klaren Modalitäten. Salicylicum acidum steht dem Weidenmittel stofflich am nächsten. Salix mollissima besitzt keine kennzeichnenden Modalitäten und bleibt ein Randmittel des rheumatischen Formenkreises.

Verwandte Mittel

Salicylicum acidumSalix nigraColocynthisGnaphalium polycephalumRhus toxicodendron

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.