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Materia medica · Nr. 2994

Salicylicum acidum

Sal-ac.

In 332 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Salicylicum acidum, die Salicylsäure, ist ein Mittel des Ohres und der Gelenke. Kennzeichnend sind Ohrgeräusche mit Sausen, Brausen und Klingeln, nachlassendes Gehör und ein Drehschwindel, der den Kranken beim Gehen unsicher macht. Dazu treten Gelenkschmerzen mit Schwellung, die als wandernd und rheumatisch beschrieben werden, sowie Frösteln ohne Durst.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird nicht hervorgehoben. Beschrieben ist das Mittel bei Menschen mit Gelenkbeschwerden und bei Zuständen im Anschluss an fieberhafte Erkrankungen.
Thermalitätfrostig
TemperamentEin eigenständiges Gemütsbild ist kaum ausgearbeitet. Die Repertorien verzeichnen im Kapitel Gemüt vor allem Sinnestäuschungen des Gehörs; die geistige Verfassung ist von Schwindel und Benommenheit bestimmt, die das Denken erschweren.

Gemütsbild

Sinnestäuschungen des GehörsBenommenheit und Unsicherheit durch anhaltenden SchwindelKein eigenständiges chronisches Gemütsbild überliefert

Das Gemütsbild ist schmal belegt. Die Repertorien führen im Kapitel Gemüt Sinnestäuschungen auf, die sich auf das Gehör beziehen: Der Kranke hört Geräusche, die nicht vorhanden sind. Im Kapitel Verstand steht der Schwindel im höchsten Grad und bestimmt den Zustand: Die Umgebung dreht sich, das Denken wird unsicher, das Gehen wankend. Die klassische Materia medica beschreibt diesen Zustand als anfallsartige Störung des Gleichgewichts in Verbindung mit Ohrgeräuschen und nachlassendem Gehör. Ein davon unabhängiges seelisches Bild ist nicht überliefert.

Ängste: Beängstigung während der Schwindelanfälle, Darüber hinaus in den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

Leitsymptome

Schwindel im höchsten Grad verzeichnet, mit Unsicherheit beim Gehen
Ohrgeräusche: Sausen, Brausen, Summen und Klingeln, dazu Flattern im Ohr und nachlassendes Gehör bis zur Schwerhörigkeit
Frösteln ohne Durst, im höchsten Grad aufgeführt; Beschwerden im Anschluss an Fieber
Gelenkschmerzen mit Schwellung, besonders an Knie und Knöchel; die Schmerzen werden als rheumatisch und gichtig sowie als wandernd beschrieben
Schmerz an der Ellbogenspitze und am Oberarm; Beschwerden auf der rechten Seite von Rücken und Leistengegend
Bitterer Geschmack bis zum Verlust des Geschmacks, Beschwerden am weichen Gaumen; Husten mit weißlichem, zähem Auswurf, ausgelöst durch Reiz auf der linken Halsseite; fettig glänzender Stuhl; Nesselausschlag
Verschlechterung
  • Unterdrückter Schweiß
  • Nachts
  • Bewegung der betroffenen Gelenke
  • Morgens
  • Nach fieberhaften Erkrankungen
Verbesserung
  • Ruhe und ruhiges Liegen
  • Wärme
  • Freies Ausschwitzen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • Verlust des Geschmacks; eine bestimmte Abneigung ist nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Schwindel im höchsten Grad aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Ohrgeräuschen mit Sausen und Klingeln sowie nachlassendem GehörBei Gelenkschmerzen mit Schwellung an Knie und Knöchel verzeichnetBei wandernden rheumatischen Schmerzen genanntBei Frösteln ohne Durst und Zuständen im Anschluss an Fieber beschriebenBei Beschwerden nach unterdrücktem Schweiß aufgeführtBei Nesselausschlag in den Rubriken verzeichnet

Abgrenzung

China officinalis und Chininum sulfuricum teilen die Ohrgeräusche mit Schwindel, zeigen jedoch stärker die Überempfindlichkeit und die Periodizität der Beschwerden. Natrium salicylicum steht dem Bild der Ohrgeräusche mit Schwindel besonders nahe. Bryonia zeigt Gelenkschmerzen mit deutlicher Verschlimmerung durch jede Bewegung und Besserung durch festen Druck, während Salicylicum acidum das wandernde Element der Schmerzen betont. Rhus toxicodendron unterscheidet sich durch die Besserung bei fortgesetzter Bewegung.

Verwandte Mittel

Natrium salicylicumChina officinalisChininum sulfuricumBryonia albaRhus toxicodendronColchicum autumnale

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.