Russula foetens, der Stinkende Täubling, ist ein Blätterpilz mit widerlich ranzigem Geruch und scharf brennendem Geschmack, der roh Magen-Darm-Reizungen hervorruft. In der homöopathischen Materia medica ist er ein sehr kleines, kaum geprüftes Mittel; die Repertorien führen ihn bei krampfartigem nächtlichem Einnässen, bei Veitstanz und bei Sehverlust. Das Bild bleibt auf diese wenigen Zeichen beschränkt.
Konstitution
Gemütsbild
In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnetDas Mittel ist über Blase, unwillkürliche Bewegungen und Sehstörung erfasstEin Gemütsbild ist aus der Datenlage nicht ableitbar
Für Russula foetens enthält die Datenbasis ausschließlich körperliche Rubriken. Die Pilzmittel der Homöopathie sind mit Ausnahme von Agaricus muscarius und Bovista lycoperdon nur wenig geprüft; Russula foetens gehört zu den seltensten Vertretern. Die verzeichneten Zeichen – krampfartiges nächtliches Einnässen, Veitstanz mit unwillkürlichen Bewegungen und Sehverlust – deuten auf eine Wirkung im Bereich der Nervensteuerung, wie sie für scharf schmeckende Täublinge und andere Pilze mit reizenden Inhaltsstoffen beschrieben wird. Ein Gemütsbild ist nicht überliefert. Über diese Einordnung hinaus lässt sich nichts Belastbares sagen.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nachts, entsprechend der Rubrik zum nächtlichen Einnässen
- In den vorliegenden Rubriken sind darüber hinaus keine Modalitäten ausgewiesen
- In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
- Zu bessernden Umständen liegen keine belastbaren Angaben vor
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei krampfartigem nächtlichem Einnässen aufgeführtIn den klinischen Rubriken beim Veitstanz geführtBei Verlust des Sehvermögens verzeichnet; ärztliche Abklärung ist hier unerlässlich
Abgrenzung
Agaricus muscarius ist das große Pilzmittel bei zuckenden, tanzenden Bewegungen und Veitstanz, kenntlich an den eisnadelartigen Stichen und der Verschlechterung durch Kälte. Bei nächtlichem Einnässen sind Causticum mit dem unwillkürlichen Harnabgang beim Husten, Equisetum hiemale mit dem Träumen vom Wasserlassen und Kreosotum mit dem tiefen, nicht erweckbaren Schlaf zu bedenken. Zincum metallicum verbindet unwillkürliche Bewegungen mit der ruhelosen Unruhe der Füße. Russula foetens bleibt ein sehr kleines Mittel mit schmaler Grundlage.
Verwandte Mittel
Agaricus muscariusCausticumEquisetum hiemaleKreosotumZincum metallicum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.