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Materia medica · Nr. 2984

Russula foetens

Russ.

In 9 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Russula foetens, der Stinkende Täubling, ist ein Blätterpilz mit widerlich ranzigem Geruch und scharf brennendem Geschmack, der roh Magen-Darm-Reizungen hervorruft. In der homöopathischen Materia medica ist er ein sehr kleines, kaum geprüftes Mittel; die Repertorien führen ihn bei krampfartigem nächtlichem Einnässen, bei Veitstanz und bei Sehverlust. Das Bild bleibt auf diese wenigen Zeichen beschränkt.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau wird nicht beschrieben. Die verzeichneten Zeichen weisen auf Kinder und Jugendliche mit nächtlichem Einnässen und unwillkürlichen Bewegungen.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine geprüften Angaben vor. In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnet; das Mittel wird über Blase, Nervensystem und Auge bestimmt.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnetDas Mittel ist über Blase, unwillkürliche Bewegungen und Sehstörung erfasstEin Gemütsbild ist aus der Datenlage nicht ableitbar

Für Russula foetens enthält die Datenbasis ausschließlich körperliche Rubriken. Die Pilzmittel der Homöopathie sind mit Ausnahme von Agaricus muscarius und Bovista lycoperdon nur wenig geprüft; Russula foetens gehört zu den seltensten Vertretern. Die verzeichneten Zeichen – krampfartiges nächtliches Einnässen, Veitstanz mit unwillkürlichen Bewegungen und Sehverlust – deuten auf eine Wirkung im Bereich der Nervensteuerung, wie sie für scharf schmeckende Täublinge und andere Pilze mit reizenden Inhaltsstoffen beschrieben wird. Ein Gemütsbild ist nicht überliefert. Über diese Einordnung hinaus lässt sich nichts Belastbares sagen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Unwillkürlicher Harnabgang nachts im Bett, in den Rubriken ausdrücklich als krampfartiges Einnässen geführt – das genaueste Zeichen der vorliegenden Daten
Veitstanz mit unwillkürlichen, zuckenden Bewegungen, in den klinischen Rubriken verzeichnet
Verlust des Sehvermögens, in den Rubriken geführt; bei Sehstörungen ist augenärztliche Abklärung unerlässlich
Die toxikologische Literatur beschreibt für den rohen Pilz Übelkeit, Erbrechen und brennende Magenreizung
Verschlechterung
  • Nachts, entsprechend der Rubrik zum nächtlichen Einnässen
  • In den vorliegenden Rubriken sind darüber hinaus keine Modalitäten ausgewiesen
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Zu bessernden Umständen liegen keine belastbaren Angaben vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei krampfartigem nächtlichem Einnässen aufgeführtIn den klinischen Rubriken beim Veitstanz geführtBei Verlust des Sehvermögens verzeichnet; ärztliche Abklärung ist hier unerlässlich

Abgrenzung

Agaricus muscarius ist das große Pilzmittel bei zuckenden, tanzenden Bewegungen und Veitstanz, kenntlich an den eisnadelartigen Stichen und der Verschlechterung durch Kälte. Bei nächtlichem Einnässen sind Causticum mit dem unwillkürlichen Harnabgang beim Husten, Equisetum hiemale mit dem Träumen vom Wasserlassen und Kreosotum mit dem tiefen, nicht erweckbaren Schlaf zu bedenken. Zincum metallicum verbindet unwillkürliche Bewegungen mit der ruhelosen Unruhe der Füße. Russula foetens bleibt ein sehr kleines Mittel mit schmaler Grundlage.

Verwandte Mittel

Agaricus muscariusCausticumEquisetum hiemaleKreosotumZincum metallicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.