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Materia medica · Nr. 2962

Rosmarinus officinalis

Rosm.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Rosmarinus officinalis, der Rosmarin, ist ein Lippenblütler des Mittelmeerraums und eine der bekanntesten Gewürz- und Heilpflanzen Europas. In der homöopathischen Arzneimittellehre ist er ein kleines Mittel geblieben. Die Datenbasis führt ihn im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane auf, mit zu häufiger und zu früher Regelblutung sowie einem Eintrag zur Fehlgeburt, dazu im Bereich des Kopfhaares mit Haarausfall. Beide Schwerpunkte entsprechen der alten volksmedizinischen Verwendung der Pflanze.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Für Rosmarinus officinalis wurde kein Konstitutionsbild ausgearbeitet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen in der Datenbasis keine Rubriken vor. Die überlieferten Angaben betreffen den Zyklus und das Kopfhaar. Die ältere Literatur beschreibt den Rosmarin als anregende Pflanze, ohne daraus ein homöopathisches Gemütsbild zu entwickeln. Wer das Mittel erwägt, geht von den körperlichen Angaben aus.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetDie Überlieferung beschränkt sich auf Zyklus und KopfhaarKein ausgearbeitetes seelisches Bild vorhanden

Zum Gemüt von Rosmarinus officinalis führt die Datenbasis keine Rubrik. Die Pflanze ist über die Volksmedizin und die Gewürzküche in die Arzneimittellehre gelangt, nicht über eine breit angelegte Prüfung, und blieb daher auf wenige örtliche Angaben beschränkt. In der alten Kräuterliteratur galt der Rosmarin als anregende und den Kreislauf belebende Pflanze; solche allgemeinen Zuschreibungen sind jedoch kein homöopathisches Arzneibild. Ein seelisches Bild zu ergänzen wäre nicht belegt. Für die Mittelwahl bleiben die verzeichneten körperlichen Angaben maßgeblich.

Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Zu früh und zu häufig eintretende Regelblutung, die am genauesten aufgegliederte Angabe des Mittels
Störungen der Regelblutung allgemein
Fehlgeburt, in den Rubriken der weiblichen Geschlechtsorgane als eigener Eintrag geführt; solche Rubriken beschreiben Zustandsbilder und ersetzen keine ärztliche Betreuung in der Schwangerschaft
Haarausfall bis zur Kahlheit, in den Kopfrubriken über das Haar aufgegliedert
Beschwerden des Kopfhaares allgemein, passend zur volksmedizinischen Verwendung der Pflanze für Haar und Kopfhaut
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
  • Die Datenbasis nennt nur die betroffenen Bereiche
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Zu früh eintretende RegelblutungZu häufige RegelblutungHaarausfall und lichtes KopfhaarBeschwerden des KopfhaaresNeigung zu Fehlgeburten, wie sie die Repertorien unter diesem Eintrag führen

Abgrenzung

Für zu früh und zu häufig eintretende Regelblutungen sind Calcarea carbonica, Nux vomica und Sabina die klassisch zugeordneten und weit besser belegten Mittel; Sabina und Viburnum opulus werden zusätzlich im Zusammenhang mit der Neigung zu Fehlgeburten genannt. Für Haarausfall sind Lycopodium clavatum, Natrium muriaticum, Phosphorus und Sepia die gebräuchlichen Mittel. Rosmarinus officinalis bleibt demgegenüber ein Randmittel mit sehr schmaler Datenbasis, dessen Platz sich aus der Verbindung von Zyklusstörung und Haarausfall ergibt.

Verwandte Mittel

SabinaViburnum opulusCalcarea carbonicaLycopodium clavatumNatrium muriaticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.