Rosmarinus officinalis, der Rosmarin, ist ein Lippenblütler des Mittelmeerraums und eine der bekanntesten Gewürz- und Heilpflanzen Europas. In der homöopathischen Arzneimittellehre ist er ein kleines Mittel geblieben. Die Datenbasis führt ihn im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane auf, mit zu häufiger und zu früher Regelblutung sowie einem Eintrag zur Fehlgeburt, dazu im Bereich des Kopfhaares mit Haarausfall. Beide Schwerpunkte entsprechen der alten volksmedizinischen Verwendung der Pflanze.
Konstitution
Gemütsbild
Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetDie Überlieferung beschränkt sich auf Zyklus und KopfhaarKein ausgearbeitetes seelisches Bild vorhanden
Zum Gemüt von Rosmarinus officinalis führt die Datenbasis keine Rubrik. Die Pflanze ist über die Volksmedizin und die Gewürzküche in die Arzneimittellehre gelangt, nicht über eine breit angelegte Prüfung, und blieb daher auf wenige örtliche Angaben beschränkt. In der alten Kräuterliteratur galt der Rosmarin als anregende und den Kreislauf belebende Pflanze; solche allgemeinen Zuschreibungen sind jedoch kein homöopathisches Arzneibild. Ein seelisches Bild zu ergänzen wäre nicht belegt. Für die Mittelwahl bleiben die verzeichneten körperlichen Angaben maßgeblich.
Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
- Die Datenbasis nennt nur die betroffenen Bereiche
- In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet
Verlangen und Abneigungen
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
In Repertorien häufig zugeordnet
Zu früh eintretende RegelblutungZu häufige RegelblutungHaarausfall und lichtes KopfhaarBeschwerden des KopfhaaresNeigung zu Fehlgeburten, wie sie die Repertorien unter diesem Eintrag führen
Abgrenzung
Für zu früh und zu häufig eintretende Regelblutungen sind Calcarea carbonica, Nux vomica und Sabina die klassisch zugeordneten und weit besser belegten Mittel; Sabina und Viburnum opulus werden zusätzlich im Zusammenhang mit der Neigung zu Fehlgeburten genannt. Für Haarausfall sind Lycopodium clavatum, Natrium muriaticum, Phosphorus und Sepia die gebräuchlichen Mittel. Rosmarinus officinalis bleibt demgegenüber ein Randmittel mit sehr schmaler Datenbasis, dessen Platz sich aus der Verbindung von Zyklusstörung und Haarausfall ergibt.
Verwandte Mittel
SabinaViburnum opulusCalcarea carbonicaLycopodium clavatumNatrium muriaticum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.