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Materia medica · Nr. 2932

Rhamnus californica

Rham-cal.

In 9 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Rhamnus californica, der Kalifornische Kreuzdorn, im Herkunftsgebiet Coffeeberry oder Cascara genannt, ist ein Kreuzdorngewächs des amerikanischen Westens. In die homöopathische Materia medica gelangte er über die kalifornische Literatur des späten neunzehnten Jahrhunderts, die ihn bei Muskel- und Kreuzschmerzen sowie bei träger Verdauung beschreibt. In den vorliegenden Rubriken ist das Mittel fast ausschließlich über ein Zungenzeichen erfasst: die landkartenartig gefleckte Zunge mit einem reinen Feld in der Mitte.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau wird nicht beschrieben; das Mittel ist über einzelne Zeichen bestimmt, nicht über einen Habitus.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine geprüften Angaben vor. In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnet.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnetDas Mittel ist in dieser Datenbasis allein über den Zungenbefund erfasstEin Gemütsbild ist aus der Datenlage nicht ableitbar

Die Datenbasis führt Rhamnus californica ausschließlich mit Zeichen der Zunge. Das Mittel stammt aus der kalifornischen Materia medica und ist eng verwandt mit Rhamnus purshiana, der bekannten Cascara sagrada, sowie mit Rhamnus frangula, dem Faulbaum – beide sind in der Volksmedizin als darmanregende Rindenmittel gebräuchlich. Die homöopathische Literatur beschreibt Rhamnus californica bei muskelkatzenartigen Schmerzen, Kreuzschmerz und rheumatischen Beschwerden, doch ist die Prüfungsgrundlage schmal, und Gemütssymptome sind nicht überliefert. Über diese Einordnung hinaus lässt sich zum Gemüt nichts Belastbares sagen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Landkartenartig gefleckte Zunge mit einem auffallend reinen Feld in der Mitte – in den Rubriken mit erhöhtem Grad geführt und das kennzeichnendste Zeichen dieser Datenbasis
Fleckige Verfärbung der Zunge, in den Rubriken gesondert verzeichnet
Die Literatur nennt darüber hinaus muskelkatzenartige Schmerzen und Kreuzschmerz
Beschrieben wird ferner eine träge Verdauung, wie sie für die Kreuzdorngewächse überliefert ist
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Zu verschlechternden Umständen liegen keine belastbaren Angaben vor
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Zu bessernden Umständen liegen keine belastbaren Angaben vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei landkartenartig gefleckter Zunge mit reinem Mittelfeld aufgeführtBei fleckiger Verfärbung der Zunge verzeichnetIn der Literatur bei Muskel- und Kreuzschmerzen beschriebenBei träger Verdauung genannt

Abgrenzung

Bei der landkartenartigen Zunge sind Taraxacum officinale mit den abgeschilferten, empfindlichen Flecken und Natrium muriaticum mit dem landkartenähnlichen Belag die bekannteren Mittel. Nitricum acidum wird bei geflecktem Zungenbelag mit Rissen genannt. Rhamnus frangula und Rhamnus purshiana sind die botanisch nächsten Verwandten und stehen für die darmanregende Seite der Gattung. Rhamnus californica bleibt in dieser Datenbasis ein Mittel weniger Zeichen und wird über den Zungenbefund gefunden.

Verwandte Mittel

Taraxacum officinaleNatrium muriaticumNitricum acidumRhamnus frangulaRhamnus purshiana

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.