HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 2929

Reserpinum

Reser.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Reserpinum ist das Reserpin, ein Alkaloid aus der Wurzel der indischen Schlangenwurzel Rauwolfia serpentina. Als homöopathische Arznei gehört es zu den Präparaten, die aus einem isolierten Wirkstoff bereitet wurden; die Angaben stammen aus Beobachtungen der Stoffwirkung und nicht aus einer klassischen Arzneimittelprüfung. Die Datenbasis führt Reserpinum mit Geschwüren des Zwölffingerdarms und mit einem Eintrag unter Allergie auf. Das Bild ist sehr schmal.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Für Reserpinum wurde kein Konstitutionsbild ausgearbeitet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen in der Datenbasis keine Rubriken vor. Die Beobachtungen zur Stoffwirkung beschreiben eine ausgeprägte Dämpfung des Antriebs mit Müdigkeit, verlangsamtem Denken und gedrückter Stimmung. Ob und wie sich das in ein homöopathisches Arzneibild übersetzt, ist nicht ausgearbeitet; die Datenbasis gibt dazu nichts her.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetAus der Stoffwirkung sind Dämpfung des Antriebs und gedrückte Stimmung bekanntKein ausgearbeitetes homöopathisches Gemütsbild vorhanden

Reserpinum trägt in der Datenbasis kein Gemütsbild. Bekannt ist aus der Beobachtung der Stoffwirkung, dass Reserpin den Antrieb deutlich dämpft: Müdigkeit, Schwerfälligkeit des Denkens, gedrückte Stimmung und ein Rückzug aus dem Alltag werden beschrieben. Diese Beobachtungen sind jedoch nicht in ein homöopathisches Arzneibild überführt worden, und die Repertorien führen dazu keine Rubriken. Für die Mittelwahl stehen daher nur die beiden körperlichen Bereiche zur Verfügung, die in der Datenbasis verzeichnet sind. Bei Beschwerden dieser Art gehört die Abklärung in ärztliche Hand.

Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Geschwür des Zwölffingerdarms, der am genauesten aufgegliederte Eintrag des Mittels
Geschwüre im Bauchraum allgemein
Beschwerden im Bereich des Oberbauchs und des Zwölffingerdarms
Allergie, in den klinischen Rubriken als eigener Eintrag geführt
Weitere körperliche Angaben liegen in der Datenbasis nicht vor
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
  • Die Datenbasis nennt nur die betroffenen Bereiche
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Geschwüre des ZwölffingerdarmsGeschwürige Prozesse im OberbauchZustände, die in den klinischen Rubriken unter Allergie geführt werden

Abgrenzung

Rauwolfia serpentina ist die Mutterpflanze und in der homöopathischen Literatur besser vertreten; wer an diese Gruppe denkt, prüft in aller Regel zuerst dort. Für Geschwüre im Bereich von Magen und Zwölffingerdarm sind Argentum nitricum, Kalium bichromicum, Anacardium orientale und Nux vomica die klassisch zugeordneten und weit besser belegten Mittel, wobei Anacardium für die Besserung durch Essen und Argentum nitricum für den brennenden, ausstrahlenden Schmerz genannt wird. Reserpinum bleibt ein Randmittel mit sehr schmaler Datenbasis.

Verwandte Mittel

Rauwolfia serpentinaArgentum nitricumAnacardium orientaleKalium bichromicumNux vomica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.