Ranunculus repens, der Kriechende Hahnenfuß, ist ein auf feuchten Wiesen weit verbreitetes Hahnenfußgewächs mit dem für die Gattung typischen scharfen, haut- und schleimhautreizenden Saft. In der Materia medica ist es ein kleines Mittel. Das überlieferte Bild zeigt eine gereizte, brennend beißende Augenentzündung, Schwäche in den Füßen und ein Klopfen im Rücken; als Eigentümlichkeit ist verzeichnet, dass schon ein kurzer Schlaf erfrischt.
Konstitution
Gemütsbild
Keine eigenständigen Gemütsrubriken verzeichnetKurzer Schlaf, der dennoch erfrischtGereiztheit durch brennende Augenbeschwerden
Ein Gemütsbild ist für Ranunculus repens nicht ausgearbeitet; das Repertorium führt ausschließlich körperliche Zeichen. Die einzige Rubrik, die etwas über die allgemeine Verfassung aussagt, betrifft den Schlaf: Er ist kurz, und der Betreffende fühlt sich davon dennoch erfrischt. In der Praxis fällt das als eine Art unruhiger Wachheit auf, die nicht in Erschöpfung mündet. Dazu kommt die Gereiztheit, die brennende, beißende Augenbeschwerden mit sich bringen. Für eine seelische Charakterzeichnung reicht das nicht aus; die klassische Materia medica beschreibt das Mittel als örtlich wirkendes Reizmittel der Hahnenfußreihe.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Berührung des frischen Pflanzensafts und Reizeinwirkung auf die Augen
- Stehen und Gehen, wegen der Fußschwäche
- Kurzer Schlaf, der ausdrücklich erfrischt
- Ruhe und kühle Anwendungen an den Augen
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Augenentzündung mit brennendem, beißendem Schmerz aufgeführtBei Schwäche der Füße genanntBei pulsierendem Gefühl im Rücken verzeichnetBei kurzem, dennoch erfrischendem Schlaf als Eigentümlichkeit aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Reizzuständen der Hahnenfußreihe
Abgrenzung
Ranunculus bulbosus ist das Hauptmittel der Gattung, mit stechenden Zwischenrippenschmerzen und Bläschenausschlägen; Ranunculus sceleratus zeigt die stärkste ätzende Wirkung mit wundmachenden Blasen. Ranunculus repens bleibt auf wenige Augen-, Rücken- und Schlafangaben beschränkt. Bei brennenden, beißenden Augenentzündungen sind Euphrasia mit scharfem Tränenfluss und Allium cepa mit mildem Augen- und scharfem Nasensekret die geläufigen Vergleichsmittel. Für Ranunculus repens spricht das Zusammentreffen der Augenreizung mit Fußschwäche und der Schlafeigentümlichkeit.
Verwandte Mittel
Ranunculus bulbosusRanunculus sceleratusRanunculus acrisEuphrasiaAllium cepa
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.