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Materia medica · Nr. 2919

Ranunculus repens

Ran-r.

In 13 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ranunculus repens, der Kriechende Hahnenfuß, ist ein auf feuchten Wiesen weit verbreitetes Hahnenfußgewächs mit dem für die Gattung typischen scharfen, haut- und schleimhautreizenden Saft. In der Materia medica ist es ein kleines Mittel. Das überlieferte Bild zeigt eine gereizte, brennend beißende Augenentzündung, Schwäche in den Füßen und ein Klopfen im Rücken; als Eigentümlichkeit ist verzeichnet, dass schon ein kurzer Schlaf erfrischt.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert; das Mittel wird über die Augenreizung und die Beinschwäche bestimmt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine Repertoriumsrubriken vor. Auffällig ist allein die Schlafangabe: Betroffene schlafen kurz und fühlen sich davon dennoch erholt, was auf eine leicht erregbare, rasch wieder einsatzbereite Verfassung hindeutet. Weitergehende Aussagen wären nicht belegt.

Gemütsbild

Keine eigenständigen Gemütsrubriken verzeichnetKurzer Schlaf, der dennoch erfrischtGereiztheit durch brennende Augenbeschwerden

Ein Gemütsbild ist für Ranunculus repens nicht ausgearbeitet; das Repertorium führt ausschließlich körperliche Zeichen. Die einzige Rubrik, die etwas über die allgemeine Verfassung aussagt, betrifft den Schlaf: Er ist kurz, und der Betreffende fühlt sich davon dennoch erfrischt. In der Praxis fällt das als eine Art unruhiger Wachheit auf, die nicht in Erschöpfung mündet. Dazu kommt die Gereiztheit, die brennende, beißende Augenbeschwerden mit sich bringen. Für eine seelische Charakterzeichnung reicht das nicht aus; die klassische Materia medica beschreibt das Mittel als örtlich wirkendes Reizmittel der Hahnenfußreihe.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Augenentzündung mit brennendem, beißendem und wundem Schmerz - der Leitzug des Mittels, passend zum scharfen Pflanzensaft
Schmerz in den Augen, der als scharf und beißend empfunden wird
Schwäche der Füße; die Beine tragen schlecht
Klopfendes, pulsierendes Gefühl im Rücken
Kurzer Schlaf, der dennoch erfrischt - eine kennzeichnende Eigentümlichkeit
Reizerscheinungen an Haut und Schleimhaut, wie sie für die Hahnenfußgewächse beschrieben sind
Verschlechterung
  • Berührung des frischen Pflanzensafts und Reizeinwirkung auf die Augen
  • Stehen und Gehen, wegen der Fußschwäche
Verbesserung
  • Kurzer Schlaf, der ausdrücklich erfrischt
  • Ruhe und kühle Anwendungen an den Augen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Augenentzündung mit brennendem, beißendem Schmerz aufgeführtBei Schwäche der Füße genanntBei pulsierendem Gefühl im Rücken verzeichnetBei kurzem, dennoch erfrischendem Schlaf als Eigentümlichkeit aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Reizzuständen der Hahnenfußreihe

Abgrenzung

Ranunculus bulbosus ist das Hauptmittel der Gattung, mit stechenden Zwischenrippenschmerzen und Bläschenausschlägen; Ranunculus sceleratus zeigt die stärkste ätzende Wirkung mit wundmachenden Blasen. Ranunculus repens bleibt auf wenige Augen-, Rücken- und Schlafangaben beschränkt. Bei brennenden, beißenden Augenentzündungen sind Euphrasia mit scharfem Tränenfluss und Allium cepa mit mildem Augen- und scharfem Nasensekret die geläufigen Vergleichsmittel. Für Ranunculus repens spricht das Zusammentreffen der Augenreizung mit Fußschwäche und der Schlafeigentümlichkeit.

Verwandte Mittel

Ranunculus bulbosusRanunculus sceleratusRanunculus acrisEuphrasiaAllium cepa

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.