Ranunculus glacialis, der Gletscher-Hahnenfuß, ist ein Hahnenfußgewächs der alpinen Schutt- und Felsfluren und wächst als eine der höchststeigenden Blütenpflanzen Europas. In der Materia medica ist es ein kleines, wenig ausgearbeitetes Mittel; das überlieferte Bild betrifft vor allem Kopfschmerzen mit ausdrücklichem Bezug auf das Kleinhirn, erschwerte Atmung und nächtliche Schweiße.
Konstitution
Gemütsbild
Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetErschöpfung nach schweißgestörten NächtenBenommenheit im Zusammenhang mit dem Kopfschmerz
Das Mittel ist ausschließlich über körperliche Rubriken erfasst. Ein Gemütsbild liegt nicht vor und wird in der klassischen Materia medica auch nicht beschrieben. Die einzigen mittelbaren Hinweise auf die Verfassung ergeben sich aus den Beschwerden selbst: Nächtlicher Schweiß unterbricht den Schlaf und hinterlässt Mattigkeit am Tag, und ein Kopfschmerz, der in den Hinterkopf und die Kleinhirngegend verlegt wird, geht in aller Regel mit Benommenheit und Unsicherheit einher. Diese Züge gehören zum Zustand und nicht zu einem Charakterbild. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die Kopf- und Schweißangaben.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nachts, entsprechend der Schweißangabe
- Anstrengung, wegen der erschwerten Atmung
- Ruhe und kühle, frische Luft
- Weitere Besserungen sind in den Rubriken nicht ausgewiesen
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Kopfschmerz mit Bezug auf das Kleinhirn aufgeführtBei erschwerter Atmung genanntBei nächtlichen Schweißen verzeichnetBei umschriebenem Schweiß an den Oberschenkeln aufgeführtIm Zusammenhang mit Schlaganfall in den klinischen Rubriken genannt
Abgrenzung
Ranunculus bulbosus ist das große Mittel der Gattung und durch stechende Schmerzen im Brustkorb, Zwischenrippenneuralgien und Bläschenausschläge gekennzeichnet; Ranunculus sceleratus zeigt brennende, wundmachende Ausschläge und Beschwerden der Fingerkuppen. Ranunculus glacialis bleibt demgegenüber auf wenige Kopf-, Atmungs- und Schweißangaben beschränkt. Bei Kopfschmerz im Hinterkopf und Kleinhirngegend sind Gelsemium und Cocculus weit besser ausgearbeitet. Für Ranunculus glacialis spricht in erster Linie die Verbindung von Kleinhirnkopfschmerz und nächtlichem Schweiß.
Verwandte Mittel
Ranunculus bulbosusRanunculus sceleratusRanunculus acrisGelsemiumCocculus
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.