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Materia medica · Nr. 2917

Ranunculus glacialis

Ran-g.

In 13 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ranunculus glacialis, der Gletscher-Hahnenfuß, ist ein Hahnenfußgewächs der alpinen Schutt- und Felsfluren und wächst als eine der höchststeigenden Blütenpflanzen Europas. In der Materia medica ist es ein kleines, wenig ausgearbeitetes Mittel; das überlieferte Bild betrifft vor allem Kopfschmerzen mit ausdrücklichem Bezug auf das Kleinhirn, erschwerte Atmung und nächtliche Schweiße.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert; die vorliegenden Angaben beschreiben Beschwerden, nicht einen Menschentyp.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine Repertoriumsrubriken vor, und auch die Literatur beschreibt kein eigenständiges Gemütsbild. Was sich sagen lässt, beschränkt sich auf die Erschöpfung, die nächtliche Schweiße und anhaltender Kopfschmerz mit sich bringen.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetErschöpfung nach schweißgestörten NächtenBenommenheit im Zusammenhang mit dem Kopfschmerz

Das Mittel ist ausschließlich über körperliche Rubriken erfasst. Ein Gemütsbild liegt nicht vor und wird in der klassischen Materia medica auch nicht beschrieben. Die einzigen mittelbaren Hinweise auf die Verfassung ergeben sich aus den Beschwerden selbst: Nächtlicher Schweiß unterbricht den Schlaf und hinterlässt Mattigkeit am Tag, und ein Kopfschmerz, der in den Hinterkopf und die Kleinhirngegend verlegt wird, geht in aller Regel mit Benommenheit und Unsicherheit einher. Diese Züge gehören zum Zustand und nicht zu einem Charakterbild. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die Kopf- und Schweißangaben.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kopfschmerz mit ausdrücklichem Sitz im Gehirn, in den Rubriken bis auf das Kleinhirn verlegt - der kennzeichnendste Zug des kleinen Bildes
Erschwerte, mühsame Atmung
Nächtliche Schweiße
Schweiß an den Oberschenkeln, eine eigentümlich umschriebene Angabe
In den Repertorien im Zusammenhang mit Schlaganfall (Apoplexie) aufgeführt
Beschwerden mit dem Gefühl von Druck und Benommenheit im Hinterkopf
Verschlechterung
  • Nachts, entsprechend der Schweißangabe
  • Anstrengung, wegen der erschwerten Atmung
Verbesserung
  • Ruhe und kühle, frische Luft
  • Weitere Besserungen sind in den Rubriken nicht ausgewiesen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Kopfschmerz mit Bezug auf das Kleinhirn aufgeführtBei erschwerter Atmung genanntBei nächtlichen Schweißen verzeichnetBei umschriebenem Schweiß an den Oberschenkeln aufgeführtIm Zusammenhang mit Schlaganfall in den klinischen Rubriken genannt

Abgrenzung

Ranunculus bulbosus ist das große Mittel der Gattung und durch stechende Schmerzen im Brustkorb, Zwischenrippenneuralgien und Bläschenausschläge gekennzeichnet; Ranunculus sceleratus zeigt brennende, wundmachende Ausschläge und Beschwerden der Fingerkuppen. Ranunculus glacialis bleibt demgegenüber auf wenige Kopf-, Atmungs- und Schweißangaben beschränkt. Bei Kopfschmerz im Hinterkopf und Kleinhirngegend sind Gelsemium und Cocculus weit besser ausgearbeitet. Für Ranunculus glacialis spricht in erster Linie die Verbindung von Kleinhirnkopfschmerz und nächtlichem Schweiß.

Verwandte Mittel

Ranunculus bulbosusRanunculus sceleratusRanunculus acrisGelsemiumCocculus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.