HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 255

Ranunculus bulbosus

Ran-b.

In 5.157 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ranunculus bulbosus, der Knollige Hahnenfuß, ist in den Repertorien vor allem ein Mittel der Brustwand: stechende, wunde, rheumatische Schmerzen zwischen den Rippen, verschlimmert durch tiefes Einatmen, Bewegung, Berührung und Wetterwechsel. Dazu tritt ein charakteristisches Hautbild mit gruppierten Bläschen und Krusten. Der typische Patient ist überempfindlich, reizbar und reagiert stark auf kalte, feuchte Luft und auf Alkohol.

Konstitution

KörperbauKein festgelegter Typ. Die Literatur beschreibt das Mittel vor allem über die Beschwerden; häufig genannt werden Menschen, die viel in gebückter Haltung oder in feuchtkalter Umgebung arbeiten.
Thermalitätfrostig
TemperamentReizbar und überempfindlich, sowohl gegenüber Schmerz als auch gegenüber Berührung. Die Rubriken führen Reizbarkeit und Überempfindlichkeit mit hohem Grad. Die klassische Materia medica nennt zusätzlich eine Neigung zu Streitlust bei gleichzeitiger körperlicher Empfindlichkeit.

Gemütsbild

ReizbarkeitÜberempfindlichkeit gegen Berührung und SchmerzEmpfindlichkeit gegenüber Wetterwechsel

Zum Gemüt liegen im Repertorium nur wenige, dafür deutliche Rubriken vor: Reizbarkeit und allgemeine Überempfindlichkeit, beide mit hohem Grad. Die klassische Materia medica beschreibt eine mürrische, leicht aufbrausende Verfassung, die sich mit der körperlichen Empfindlichkeit deckt. Ein ausgearbeitetes seelisches Themenfeld wie bei den großen Konstitutionsmitteln ist für Ranunculus bulbosus in der Literatur nicht näher beschrieben. Auffällig ist die in den Rubriken genannte Angst, die in der Brust empfunden wird, also am Ort der Hauptbeschwerden. Beschwerden nach Alkoholgenuss werden ausdrücklich erwähnt.

Ängste: Angst, die in der Brust empfunden wird, Darüber hinaus in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Stechende, wunde, wie zerschlagene Schmerzen der Brustwand und der Rippen, besonders links seitlich
Brustschmerz, verschlimmert durch tiefes Einatmen, Husten, Umdrehen im Bett und Berührung
Deutliche Verschlimmerung bei Wetterwechsel und beim Betreten eines kalten Raumes
Bläschenausschlag mit Krustenbildung, klassisch bei gürtelförmigen Hautausschlägen beschrieben
Brennende, drückende Augenschmerzen, gebessert durch Reiben
Schmerzen in der Leber- und Milzgegend, stechend und wund
Verschlechterung
  • Kalte, feuchte Luft und Wetterwechsel
  • Berührung und Bewegung
  • Alkohol, besonders Wein
  • Tiefes Einatmen und Naseschneuzen
Verbesserung
  • Ruhe
  • Warme, trockene Umgebung
  • Hochziehen der Glieder

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgeprägt
  • Speisebezogene Verlangen sind in der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Unverträglichkeit von Alkohol und Wein wird deutlich beschrieben
  • Frost nach dem Essen wird genannt, ohne dass eine bestimmte Speise ausgeschlossen würde

In Repertorien häufig zugeordnet

Rheumatische Schmerzen der Brustwand und der Zwischenrippenmuskeln, in Repertorien mit hohem Grad aufgeführtBläschenausschläge der Haut mit KrustenBeschwerden nach Aufenthalt in kalter, feuchter LuftAugenschmerzen brennender und drückender ArtBeschwerden nach Alkoholgenuss

Abgrenzung

Bryonia teilt die Verschlimmerung durch Bewegung und tiefes Atmen, zeigt aber ausgeprägten Durst auf große Mengen und trockene Schleimhäute, während Ranunculus bulbosus stärker auf Wetterwechsel und kalte Luft reagiert. Rhus toxicodendron kennt ebenfalls Bläschen und feuchtes Wetter, bessert sich jedoch durch fortgesetzte Bewegung; Ranunculus bulbosus verschlechtert sich dabei. Mezereum steht dem Hautbild nahe, verlagert den Schwerpunkt aber auf brennende Nervenschmerzen nach Abheilen des Ausschlags.

Verwandte Mittel

BryoniaRhus toxicodendronMezereumCantharisKalium carbonicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.