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Materia medica · Nr. 2914

Ranunculus acris

Ran-a.

In 35 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ranunculus acris, der Scharfe Hahnenfuß, ist ein Wiesengewächs mit stark hautreizendem Saft und in der Homöopathie ein kleines Mittel im Schatten des besser geprüften Ranunculus bulbosus. Die Repertorien führen ihn vor allem bei rheumatischen und neuralgischen Gliederschmerzen auf, die sich beim Beugen der Gelenke melden, daneben bei Hautgeschwüren und Wundrose.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die Literatur beschreibt keinen typischen Körperbau; im Vordergrund stehen rheumatisch reagierende Menschen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentÜber das Temperament ist wenig überliefert. Auffällig ist die Reizbarkeit des Schmerzkranken: Die Beschwerden melden sich bei jeder Beugebewegung, was zu Vorsicht und Schonhaltung führt. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt für dieses Mittel nicht vor.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in den Repertorien verzeichnetReizbarkeit und Ungeduld bei anhaltenden GliederschmerzenSchonhaltung aus Furcht vor dem Beugeschmerz

Zum Gemüt liegen bei Ranunculus acris keine Rubriken vor. Die überlieferten Angaben betreffen ausschließlich Glieder, Haut, Rücken und Fieber. Beim nahe verwandten Ranunculus bulbosus beschreibt die Literatur eine ausgeprägte Reizbarkeit und Streitlust; für Ranunculus acris ist Vergleichbares nicht gesichert und sollte nicht ohne Weiteres übertragen werden. Das Mittel wird nach dem Schmerzcharakter — ziehend, drückend, wandernd, beim Beugen schlimmer — und nach dem Hautbefund zugeordnet.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine Ängste verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Gelenkschmerzen, die sich beim Beugen melden, in den Rubriken mit erhöhtem Grad geführt
Wandernder Schmerz im Knie
Drückender Knieschmerz beim Sitzen
Ziehender Schmerz am Schienbein
Neuralgische Schmerzen, in den Allgemeinrubriken verzeichnet
Schweiß an der Stirn
Kreuzschmerz in der Lendengegend
Hautgeschwüre und Wundrose
Verschlechterung
  • Beugen der Gelenke, die kennzeichnende Modalität
  • Sitzen, besonders für die Knieschmerzen
  • Wärme am Fuß
  • Begleitendes Fieber verstärkt die Beinschmerzen
Verbesserung
  • Gestreckte Haltung des Gliedes
  • Ruhe
  • Kühle Anwendung an den betroffenen Stellen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Verlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Abneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Rheumatische Gelenkschmerzen mit Verschlimmerung beim BeugenNeuralgische Schmerzen an Beinen und KnienKreuzschmerz in der LendengegendHautgeschwüre und WundroseFieberhafte Zustände mit Gliederschmerzen

Abgrenzung

Ranunculus bulbosus ist das ungleich besser geprüfte Mittel derselben Pflanzengattung und wird stechenden Schmerzen im Brustkorb, Zwischenrippenschmerz, Bläschenausschlägen und Folgen von Alkohol zugeordnet. Ranunculus sceleratus zeigt scharfe, ätzende Hautbläschen mit rohen Stellen. Bryonia wird dem Schmerz zugeordnet, der sich bei jeder Bewegung meldet und in völliger Ruhe nachlässt, Ledum den aufsteigenden Gelenkschmerzen mit Kältebesserung. Ranunculus acris bleibt ein kleines Mittel mit schmaler Prüfungsgrundlage.

Verwandte Mittel

Ranunculus bulbosusRanunculus sceleratusBryonia albaLedum palustreRhus toxicodendron

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.