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Materia medica · Nr. 2901

Quercus eglandibus

Querc.

In 21 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Quercus e glandibus, die Zubereitung aus Eichelkernen der Eiche, wird in der Literatur vor allem im Zusammenhang mit Alkoholfolgen und mit Milzbeschwerden geführt. Charakteristisch ist die Verbindung von Unverträglichkeit alkoholischer Getränke, einer Neigung zum unstillbaren Trinken und einer vergrößerten, gestauten Milz mit Wasseransammlung im Bauch. Daneben steht ein alter Bezug zu Wechselfieberfolgen und zur Gicht.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden herabgekommene, aufgeschwemmte Menschen mit gestautem Bauch, oft nach langem Alkoholgebrauch oder nach durchgemachten Wechselfiebern.
Thermalitätwechselnd
TemperamentAuffällig ist der Gegensatz zwischen einer flüchtig gehobenen, fast heiteren Stimmung und dem Zwang zum Trinken. Das Repertorium führt sowohl Freude als auch Trunksucht unter diesem Mittel. Die Stimmung trägt nicht; sie wird von außen geholt und fällt wieder ab.

Gemütsbild

Unstillbares Verlangen nach Alkohol (Dipsomanie)Flüchtig gehobene, heitere StimmungUnverträglichkeit alkoholischer GetränkeFolgezustände langen Alkoholgebrauchs

Das Gemütsbild von Quercus ist schmal und dreht sich um ein einziges Thema: den Alkohol. Das Repertorium führt das Mittel bei Trunksucht und zugleich bei einer Verschlechterung durch alkoholische Getränke - beide Seiten desselben Zustands. Daneben steht als einziger weiterer Eintrag Freude, was auf die kurze, gelöste Aufhellung deutet, die dem Trinken folgt und rasch wieder abfällt. Die klassische Materia medica beschreibt Quercus vor allem als körperliches Milz- und Wassermittel und benennt daneben seinen alten Ruf, den Widerwillen gegen Alkohol zu fördern. Ein umfassendes Gemütsbild mit Beziehungsthemen liegt nicht vor.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Verschlechterung aller Beschwerden durch alkoholische Getränke - das durchgehende Allgemeinzeichen
Milzbeschwerden mit Vergrößerung und Stauung
Wasseransammlung im Bauchraum, besonders bei Milzleiden
Übelriechender Atem
Wechsel von Verstopfung und Durchfall
Folgen chronischer Wechselfieber; im Repertorium ist auch die Fistelbildung unter diesem Mittel geführt
Verschlechterung
  • Alkoholische Getränke jeder Art
  • Nach durchgemachten Wechselfiebern
Verbesserung
  • Enthaltsamkeit von Alkohol
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Alkoholische Getränke, oft in unstillbarem Maß
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Folgezustände langen AlkoholgebrauchsMilzvergrößerung und MilzbeschwerdenWasseransammlung im Bauch bei MilzleidenFolgen chronischer WechselfieberGichtische BeschwerdenWechsel von Verstopfung und Durchfall mit übelriechendem Atem

Abgrenzung

China officinalis teilt den Bezug zu Milzvergrößerung und Wechselfieberfolgen, steht aber bei Schwäche nach Säfteverlusten und hat die kennzeichnende Blähung mit Berührungsempfindlichkeit. Nux vomica ist das große Mittel der Alkoholfolgen mit Reizbarkeit und Krampfneigung, während Quercus wortkarger und körperlicher gezeichnet ist. Ceanothus americanus ist bei reinen Milzbeschwerden mit Schmerz in der linken Seite das genauer beschriebene Mittel; Quercus verbindet die Milz mit dem Alkoholthema.

Verwandte Mittel

China officinalisNux vomicaCeanothus americanusSulphurNatrium muriaticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.