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Materia medica · Nr. 2895

Quassia amara

Quas.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Quassia amara, das Bitterholz oder Fliegenholz, ist ein tropisches Bittersteingewächs aus Südamerika, dessen Holz zu den stärksten bekannten Bitterstoffdrogen zählt. In der Volks- und Schulmedizin des 19. Jahrhunderts wurde es als bitteres Magenmittel und gegen Eingeweidewürmer verwendet; die homöopathische Literatur folgt dieser Linie. Die vorliegenden Rubriken führen Quassia bei Wurmbeschwerden und bei chronischen Wechselfiebern.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; genannt werden am ehesten geschwächte, abgemagerte Zustände nach langem Fieber oder Verdauungsleiden.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin eigenständiges Konstitutionsbild ist für Quassia nicht ausgearbeitet. Die Literatur beschreibt das Mittel über die Verdauung und über den Fieberverlauf, nicht über ein Wesen. Was sich andeutet, ist der Zustand nach langer Zehrung: matt, appetitlos, ohne Antrieb, ein Mensch, der von wiederkehrenden Fieberanfällen mürbe geworden ist.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertMattigkeit und Antriebslosigkeit nach langem FieberReizbarkeit bei Verdauungsschwäche

In OpenHomeopath sind für Quassia amara keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel fast ausschließlich als Verdauungs- und Fiebermittel. Die seelische Beteiligung, die genannt wird, ist die eines Erschöpften: gleichgültig, ohne Unternehmungslust, leicht verdrießlich, wenn er zum Essen genötigt wird. Bei Kindern mit Wurmbeschwerden beschreibt die ältere Literatur allgemein Unruhe, Zähneknirschen im Schlaf und wechselnde Laune, doch ist dies für Quassia nicht durch eigene Rubriken belegt.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Wurmbeschwerden — die deutlichste Zuordnung des Mittels und Anknüpfungspunkt an seine traditionelle Verwendung
Chronisches Wechselfieber, Malaria-artige Fieberverläufe — als eigene Rubrik geführt
Verdauungsschwäche mit Appetitmangel, wie sie für Bitterstoffdrogen beschrieben wird
Blähungen und Völle nach dem Essen, in der älteren Literatur genannt
Verschlechterung
  • nach dem Essen, entsprechend der Verdauungsthematik
  • in wiederkehrenden Anfällen, entsprechend dem intermittierenden Fiebercharakter
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • Abneigung gegen Speisen, Appetitmangel, wie er für die Bitterstoffdroge beschrieben wird

In Repertorien häufig zugeordnet

Wurmbeschwerden, in Repertorien Quassia zugeordnetchronisches, wiederkehrendes WechselfieberVerdauungsschwäche mit Appetitmangel und Blähungen

Abgrenzung

Bei Wurmbeschwerden sind Cina, Spigelia und Teucrium die weit besser ausgearbeiteten Mittel, wobei Cina die kennzeichnenden Gemütszeichen mitbringt, die Quassia fehlen. Beim chronischen Wechselfieber stehen China und Natrium muriaticum im Vordergrund; Quassia ist dort ein Randmittel, das über die Verbindung von Wurmthematik und zehrendem Fieberverlauf gefunden wird.

Verwandte Mittel

CinaSpigeliaTeucrium marumChina officinalisChelone glabra

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.