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Materia medica · Nr. 2882

Pyrethrum parthenium

Pyre-p.

In 9 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pyrethrum parthenium, heute botanisch als Tanacetum parthenium geführt, ist das Mutterkraut, ein Korbblütler mit langer Verwendungsgeschichte als Fieber- und Frauenkraut; der englische Name Feverfew weist darauf hin. In der homöopathischen Literatur ist es ein kleines Mittel: Die Repertorien führen es bei Fieber mit Verwirrtheit und Geschwätzigkeit, bei rheumatischen Beschwerden und bei Ruhr.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau wird nicht beschrieben. Die Literatur bezieht das Mittel auf fieberhafte und rheumatische Zustände, nicht auf einen bestimmten Habitus.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentDie vorliegenden Rubriken zeichnen einen aufgeregten, redseligen Zustand im Fieber: viel und zusammenhangloses Reden, Verkennen der Umgebung. Das ist eine Zustandsbeschreibung, kein Wesensbild; ein ausgearbeitetes Temperament liegt für dieses Mittel nicht vor.

Gemütsbild

Geschwätzigkeit, in den Rubriken ausdrücklich als eigener Eintrag geführtDelirium im FieberverlaufErregte, verworrene Verfassung während des Fiebers

Bei Pyrethrum parthenium betreffen die wenigen vorliegenden Rubriken neben Fieber und Darm auch das Gemüt: Verzeichnet sind Delirium und Geschwätzigkeit. Beides gehört zum Bild des fiebernden, in seiner Wahrnehmung getrübten Menschen, der ununterbrochen redet, ohne den Zusammenhang zu halten. Das Mutterkraut war in der europäischen Volksmedizin ein weit verbreitetes Mittel bei Fieber, Kopfschmerz und Frauenbeschwerden; in die homöopathische Materia medica gelangte es über diese Tradition und über kleinere Prüfungen des neunzehnten Jahrhunderts. Ein umfassendes Gemütsbild im Sinne der großen Mittel liegt nicht vor. Über die verzeichneten Zeichen hinaus lässt sich nichts Belastbares sagen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine eigenen Angstrubriken ausgewiesen, Beschrieben wird die Erregung im fieberhaften Delirium

Leitsymptome

Fieber, in den Rubriken als eigener Eintrag geführt; die Literatur beschreibt das Mittel als altes Fiebermittel
Verworrenheit und Geschwätzigkeit im Fieberverlauf
Rheumatische Beschwerden, in den klinischen Rubriken verzeichnet
Ruhr mit blutig-schleimigen Stühlen, in den Rubriken geführt
Die volksmedizinische Literatur nennt zusätzlich Kopfschmerz und Beschwerden im Zusammenhang mit der Regel
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Beschrieben wird das Auftreten der Zeichen im Fieberverlauf
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Zu bessernden Umständen liegen keine belastbaren Angaben vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei fieberhaften Zuständen aufgeführtBei Delirium mit Geschwätzigkeit im Fieber verzeichnetKlassisch zugeordnet zu rheumatischen BeschwerdenBei Ruhr in den Rubriken geführt

Abgrenzung

Bei Fieber mit Geschwätzigkeit sind Lachesis muta mit dem raschen Themenwechsel und Stramonium mit Schreckbildern und Lichtscheu die weit größeren Mittel. Belladonna zeigt hitziges Fieber mit rotem, heißem Kopf und plötzlichem Beginn. Bei Ruhr ist Mercurius solubilis mit dem quälenden, nie erledigenden Stuhldrang zu vergleichen, bei rheumatischen Beschwerden Rhus toxicodendron. Pyrethrum parthenium ist demgegenüber ein kleines Mittel, dessen Anwendung sich auf die wenigen verzeichneten Zeichen stützt. Nicht zu verwechseln ist es mit Pyrethrum roseum, dem Insektenpulver-Mutterkraut, und mit Anacyclus pyrethrum, der Bertramwurzel.

Verwandte Mittel

Lachesis mutaStramoniumBelladonnaMercurius solubilisChamomilla

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.