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Materia medica · Nr. 2871

Pulsatilla nuttaliana

Puls-n.

In 178 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pulsatilla nuttaliana ist die nordamerikanische Küchenschelle, die in der Literatur als amerikanische Verwandte der gebräuchlichen Pulsatilla nigricans geführt und weitgehend gleichartig beschrieben wird. Die vorliegenden Rubriken sind überwiegend niedrig graduiert und betreffen unruhige Beine nachts im Bett, Kopfschmerz am Scheitel um die Mittagszeit sowie eine Schwäche, die morgens beim Aufstehen und abends besonders hervortritt. Das Bild bleibt schmal; für ausgeprägte Gemütszüge stützt sich die Praxis auf das Hauptmittel.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die eigenen Prüfungsangaben zu dieser Art sind schmal; die Literatur verweist auf das Bild der Pulsatilla nigricans.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZu dieser Art selbst liegen kaum Gemütsangaben vor. Die Rubriken nennen nächtliche Unruhe der Beine und eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit, die sich abends steigert. Weitergehende Wesenszüge sind in der Literatur nicht näher beschrieben und werden herkömmlich vom Hauptmittel übernommen.

Gemütsbild

Nächtliche Unruhe, die Beine finden keine LageRasche Erschöpfung im TagesverlaufWechselnde Befindlichkeit ohne festen AnlassWenig eigenständig geprüfte Gemütssymptome

Die Datenlage zum Gemüt ist bei dieser Art gering. Verzeichnet ist vor allem eine körperliche Unruhe: Die Beine finden nachts im Bett keine Ruhe, der Schlaf wird dadurch gestört, und am folgenden Tag stellt sich Schwäche ein. Die klassische Literatur behandelt Pulsatilla nuttaliana überwiegend als amerikanische Entsprechung der Pulsatilla nigricans und überträgt deren Gemütsbild — Weichheit, Anlehnungsbedürfnis, wechselnde Stimmung, Besserung an frischer Luft — auf diese Art. Eigenständige, gut belegte seelische Züge sind nicht überliefert.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Ängste verzeichnet, Unruhe beim Alleinsein in der Nacht, dem Hauptmittel entsprechend beschrieben

Leitsymptome

Ruhelosigkeit der Beine nachts im Bett, die das Einschlafen erschwert
Kopfschmerz am Scheitel, in den Rubriken um die Mittagszeit verzeichnet
Schwäche morgens beim Aufstehen und abends, verstärkt durch Gehen
Steifigkeit der Glieder mit ziehenden Schmerzen in Hüfte, Knie und Knöchel
Bauchschmerz am Nachmittag nach dem Essen, schneidend um den Nabel, auch in der linken Darmbeingegend
Husten aus einem Reizgefühl in den Luftwegen, mit weißem Auswurf
Verschlechterung
  • Abends und in der Nacht im Bett
  • Morgens beim Aufstehen
  • Nach dem Essen am Nachmittag
  • Gehen und längere Bewegung
Verbesserung
  • Wechsel der Lage und Bewegung der Beine
  • Frische, kühle Luft, dem Bild des Hauptmittels entsprechend
  • Ruhe im Sitzen tagsüber

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Unstillbarer Appetit, in den Rubriken eigens verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Abneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Unruhige Beine in der NachtScheitelkopfschmerz zur MittagszeitErschöpfungszustände mit Schwäche beim AufstehenRheumatische, wandernde GliederschmerzenVerdauungsbeschwerden nach dem Essen am Nachmittag

Abgrenzung

Das Hauptmittel Pulsatilla nigricans ist bei allen ausgeprägten Gemüts- und Schleimhautsymptomen die naheliegendere Wahl, da sein Bild ungleich besser geprüft ist. Zincum metallicum steht bei der nächtlichen Beinunruhe nahe, verbindet sie aber mit ausgeprägter Erschöpfung des Nervensystems und Zappeln der Füße auch tagsüber. Rhus toxicodendron teilt die Steifigkeit und die Besserung durch Bewegung, zeigt jedoch die deutliche Verschlimmerung bei Beginn der Bewegung und durch Nässe.

Verwandte Mittel

PulsatillaZincum metallicumRhus toxicodendronAnemone pratensisKalium sulfuricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.