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Materia medica · Nr. 253

Pulsatilla

Puls.

In 19.744 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pulsatilla ist das Mittel der sanften, nachgiebigen und emotional labilen Menschen, die starkes Bedürfnis nach Trost und Zuwendung haben. Das Kernthema ist die Wandelbarkeit - sowohl emotional als auch körperlich wechseln Symptome und Befinden ständig.

Konstitution

KörperbauMeist blonde, blauäugige Menschen mit weicher, runder Konstitution, oft zur Fülle neigend. Haut neigt zu Blässe mit leichter Rötungstendenz, venöse Stauungen sichtbar.
Thermalitätwarmblütig
TemperamentSanft, nachgiebig und friedliebend, aber auch launisch und wechselhaft. Emotional sehr empfindsam mit starkem Bedürfnis nach Zuwendung und kann nicht allein sein.

Gemütsbild

Wandelbarkeit und WechselhaftigkeitBedürfnis nach Trost und ZuwendungSanftmut und Nachgiebigkeit

Pulsatilla-Menschen sind außergewöhnlich sanft, nachgiebig und friedliebend, können aber auch sehr launisch und weinerlich sein. Sie haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Trost, Zuwendung und können Einsamkeit schlecht ertragen. Weinen bessert ihre Beschwerden deutlich und sie reagieren sehr positiv auf freundliche Worte und Mitgefühl. Ihre Stimmung wechselt oft wie das Wetter - von fröhlich zu traurig innerhalb kurzer Zeit.

Ängste: Verlassenwerden und Alleinsein, Enge Räume (Klaustrophobie)

Leitsymptome

Wandernde Schmerzen - Beschwerden wechseln ständig Ort und Charakter
Venöse Stauungen mit Krampfadern und Neigung zu Blutandrang
Schleimhautbeschwerden mit milden, gelblich-grünen Absonderungen
Verschlechterung
  • Wärme und warme, stickige Räume
  • Abends und nachts vor Mitternacht
Verbesserung
  • Frische, kühle Luft
  • Sanfte Bewegung und Trost

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Kalte Speisen und Getränke
  • Süßigkeiten und Gebäck
Abneigung
  • Fette und schwere Speisen
  • Warme Speisen

In Repertorien häufig zugeordnet

Frauenbeschwerden mit unregelmäßigen, wechselnden SymptomenErkältungen und Katarrhe mit milden, gelben AbsonderungenVerdauungsstörungen nach fettem Essen

Abgrenzung

Unterscheidet sich von Natrium muriaticum durch die Offenheit für Trost (Nat-m. möchte keinen Trost), und von Ignatia durch die sanfte, weiche Art (Ignatia ist widersprüchlicher und sprunghafter). Im Gegensatz zu Sepia fehlt die Reizbarkeit und Abneigung gegen Familie.

Verwandte Mittel

Natrium sulfuricumCyclamenGraphites

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-03-21). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.