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Materia medica · Nr. 2865

Pulmo vulpis

Pulm-v.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pulmo vulpis, die Fuchslunge, ist ein Organpräparat aus der alten Arzneimittellehre, das schon vor der Homöopathie bei Atemwegsleiden verwendet wurde und nach dem Ähnlichkeitsgedanken der Signaturenlehre der Lunge zugeordnet war. In den Repertorien erscheint es folgerichtig ausschließlich im Atembereich: asthmatische Atmung, Bronchitis, Wasseransammlung in der Lunge und Nasenkatarrh. Ein Konstitutions- oder Gemütsbild ist nicht ausgearbeitet.

Konstitution

KörperbauKein eigener Konstitutionstyp; als Organpräparat wird das Mittel über das Zielorgan und nicht über den Körperbau zugeordnet.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Prüfungsangaben vor. Organpräparate wie dieses werden in der Literatur über ihren Organbezug beschrieben; ein Arzneimittelbild aus einer Prüfung am Gesunden liegt für Pulmo vulpis nicht vor. Charakterzüge werden daher nicht ergänzt.

Gemütsbild

keine Gemütssymptome verzeichnetZuordnung erfolgt ausschließlich über den Organbezug zur Lungekein Konstitutionsmittel

Zu Pulmo vulpis sind in den vorliegenden Rubriken keine Gemüts- oder Geistessymptome enthalten. Das Mittel gehört zu den Organpräparaten, die nicht über ein Symptombild aus der Arzneimittelprüfung, sondern über die Beziehung zu einem Organ in die Materia medica gelangten. In der Praxis wird es entsprechend organbezogen und begleitend erwogen und nicht als Mittel zur Behandlung der Gesamtperson. Wer nach Gemütszügen sucht, findet in den Quellen nichts Belastbares.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Beengung bei Atemnot wird allgemein mit Angst verbunden, für dieses Mittel aber nicht eigens beschrieben

Leitsymptome

Asthmatische Atmung, in den Repertorien unter Atmung geführt - der Kernbezug dieses Organpräparats
Bronchitis, unter Brust als Entzündung der Bronchien verzeichnet
Wasseransammlung in der Lunge, unter Brust als Lungenödem aufgeführt
Nasenkatarrh, unter Nase geführt, als Ausdruck der Beteiligung der oberen Atemwege
Verschlechterung
  • Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Die Rubrikenlage enthält keine Modalitäten
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Besserungsumstände sind nicht überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Asthmatische Atembeschwerden, klassisch der Hauptbezug dieses OrganpräparatsBronchitisWasseransammlung in der LungeKatarrh der oberen Atemwege

Abgrenzung

Anders als die großen Atemwegsmittel bringt Pulmo vulpis kein eigenes Symptombild mit: Arsenicum album zeigt die nächtliche Atemnot mit Unruhe und Angst, Antimonium tartaricum die schleimige Rasselatmung mit Kraftlosigkeit, Ipecacuanha den Krampfhusten mit Übelkeit. Pulmo vulpis wird demgegenüber allein über den Organbezug zugeordnet und in der Praxis eher begleitend als leitend erwogen. Von Pulmo suis, dem entsprechenden Präparat vom Schwein, unterscheidet es sich nur durch die Tierart, nicht durch das Anwendungsfeld.

Verwandte Mittel

Arsenicum albumAntimonium tartaricumIpecacuanhaBlatta orientalisLobelia inflata

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.