Propylaminum, in der älteren Literatur meist mit Trimethylaminum gleichgesetzt, ist ein flüchtiges Amin, das erstmals aus Heringslake gewonnen wurde und deren stechenden Fischgeruch verursacht. In die Arzneimittellehre gelangte es im 19. Jahrhundert wegen einer beobachteten Beziehung zum akuten Gelenkrheumatismus. Genau dort liegt auch der Schwerpunkt der wenigen überlieferten Zeichen: wandernde Gelenkschmerzen mit Fieber.
Konstitution
Gemütsbild
Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben
Zu Propylaminum sind keine Gemütszeichen verzeichnet. Das Mittel stammt aus der klinischen Beobachtung der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als das Amin gegen den akuten Gelenkrheumatismus verordnet wurde; eine Prüfung an Gesunden mit ausgearbeitetem Gemütsbild liegt nicht vor. Sein homöopathisches Bild ist daher rein körperlich und eng auf die Gelenke begrenzt. Wer das Mittel erwägt, geht vom akuten Gelenkbefund und vom Fieber aus, nicht vom seelischen Zustand.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Bewegung des betroffenen Gelenks
- Berührung und Erschütterung
- Ruhige Lagerung des Gelenks
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Akute Gelenkentzündung mit FieberSchmerzen in Sprung- und HandgelenkVon Gelenk zu Gelenk wandernde SchmerzenRheumatisches Fieber
Abgrenzung
Bei wandernden Gelenkschmerzen mit Fieber sind Bryonia alba, Rhus toxicodendron, Pulsatilla und Kalmia latifolia die vollständig geprüften und klar unterscheidbaren Mittel - Bryonia mit Verschlechterung durch jede Bewegung, Rhus toxicodendron mit Besserung durch fortgesetzte Bewegung, Pulsatilla mit dem raschen Wechsel des Ortes. Propylaminum besitzt keine solchen kennzeichnenden Modalitäten und bleibt ein historisches Mittel des akuten Gelenkrheumatismus.
Verwandte Mittel
Bryonia albaRhus toxicodendronKalmia latifoliaPulsatillaSalicylicum acidum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.