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Materia medica · Nr. 2778

Polygonum hydropiperoides

Polyg-h.

Auch: Polyg

In 203 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Polygonum hydropiperoides, ein naher Verwandter des Wasserpfeffers aus der Familie der Knöterichgewächse, ist ein kleines, wenig geprüftes Mittel mit deutlichem Schwerpunkt auf den Harnwegen. Beschrieben werden erschwertes, schmerzhaftes Wasserlassen mit schneidenden Schmerzen am Blasenhals und ein wunder Schmerz der Hoden. Kennzeichnend ist die Empfindlichkeit gegen Kälte und Nässe: Der Durchfall wird ausdrücklich mit kaltem Wetter in Verbindung gebracht, feuchte Räume verschlimmern.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht beschrieben.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Temperament liegen keine Rubriken vor. Verzeichnet ist lediglich eine allgemeine Kraftlosigkeit mit Zittern schon nach geringer Anstrengung; ein seelisches Bild ist in der Literatur nicht näher beschrieben.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken keine Gemütssymptome ausgewiesenIn der Literatur nicht näher beschriebenDas Mittelbild ist überwiegend körperlich geprägt

Zu Polygonum hydropiperoides sind im Repertorium keine Gemütsrubriken verzeichnet, und die klassischen Quellen beschreiben kein seelisches Bild. Das Mittel gilt als kleine Arznei mit örtlichem Schwerpunkt an Harnwegen, Darm und Gliedern. Angaben über Gemütszustände wären an dieser Stelle nicht belegt; sie werden daher nicht ergänzt. Bei der Auswahl stützt man sich sinnvollerweise auf die körperlichen Kennzeichen, insbesondere auf die Beschwerden beim Wasserlassen und die Reaktion auf Kälte und Feuchtigkeit.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Erschwertes und schmerzhaftes Wasserlassen, dazu Harnverhaltung
Schneidender Schmerz am Blasenhals während und nach dem Wasserlassen; Zusammenschnüren des Blasenhalses beim Urinieren; anhaltender Drang
Wunder Schmerz der Hoden, in den Repertorien mit Ausstrahlung nach links verzeichnet
Entzündliche Nierenbeschwerden aufgeführt
Durchfall, ausdrücklich in Verbindung mit kaltem Wetter verzeichnet
Wandernde, neuralgische Schmerzen; pulsierende Schmerzen in den Fingergelenken und in der Hüfte
Zittern nach geringer Anstrengung, Kraftlosigkeit, Schwäche beim Gehen
Drückender Schmerz in der Milzgegend; blähungsbedingte Bauchkoliken; entzündete Lidränder
Verschlechterung
  • Kaltes Wetter, besonders beim Durchfall
  • Feuchte, kalte Räume wie Keller und Gewölbe
  • Wasserlassen, während und danach
  • Geringe körperliche Anstrengung
  • Nachmittags
Verbesserung
  • Trockene Wärme
  • Ruhe nach Anstrengung
  • Weitere Besserungen sind in den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei erschwertem und schmerzhaftem Wasserlassen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu entzündlichen Beschwerden von Blase und NierenBei wundem Hodenschmerz verzeichnetBei Durchfall infolge kalten Wetters genanntBei wandernden neuralgischen Schmerzen aufgeführtBei Verschlimmerung in feuchten, kalten Räumen verzeichnet

Abgrenzung

Cantharis zeigt ebenfalls schneidende Schmerzen beim Wasserlassen, dort jedoch mit brennender Heftigkeit, unstillbarem Drang und tropfenweisem Abgang. Dulcamara teilt die Verschlimmerung durch Kälte und Nässe mit Durchfall bei Witterungswechsel, ohne den ausgeprägten Blasenschwerpunkt. Rhus toxicodendron teilt die Empfindlichkeit gegen feuchtes Wetter und die wandernden Gliederschmerzen, mit der kennzeichnenden Besserung durch fortgesetzte Bewegung. Für Polygonum hydropiperoides spricht das Zusammentreffen von Blasenhalsschmerzen, wundem Hodenschmerz und kältebedingtem Durchfall.

Verwandte Mittel

CantharisDulcamaraRhus toxicodendronTerebinthinaBerberis vulgarisPareira brava

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.