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Materia medica · Nr. 2765

Pneumococcinum

Pneu.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pneumococcinum ist eine Nosode, bereitet aus Pneumokokken - jenen Bakterien, die klassisch mit der Lungenentzündung in Verbindung gebracht werden. Sie stammt aus der Nosodenliteratur des 20. Jahrhunderts, vor allem aus dem französischen Sprachraum, und wird dort im Zusammenhang mit nicht ausheilenden Zuständen nach Atemwegserkrankungen genannt. In OpenHomeopath liegt nur eine einzige Rubrik vor - die Zuordnung zur Sykose.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor. Nosoden werden in der Regel über die Krankengeschichte und nicht über einen Konstitutionstyp beschrieben.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentEine Arzneimittelprüfung am Gesunden, aus der sich ein Temperamentsbild ergäbe, liegt nicht vor. Die Literatur beschreibt allenfalls die Mattigkeit und Empfindlichkeit, die einer durchgemachten Lungenentzündung folgen kann.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetKein geprüftes Gemütsbild überliefertBeschreibung des Mittels über die Vorgeschichte, nicht über die Wesensart

Für Pneumococcinum sind keine Gemütsangaben eingetragen. Die einzige Rubrik ordnet das Mittel der Sykose zu, einem der von Hahnemann beschriebenen Miasmen; über das Gemüt sagt diese Zuordnung nichts aus. Wie bei den übrigen bakteriellen Nosoden richtet sich die Wahl in der Literatur nach der Krankengeschichte: Erwogen wird das Mittel, wenn Beschwerden zeitlich an eine durchgemachte Lungenentzündung oder wiederkehrende Atemwegsinfekte anschließen. Aussagen über kennzeichnende seelische Züge wären nicht belegt.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Zuordnung zur Sykose - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe des Mittels
Zustände, die zeitlich an eine durchgemachte Lungenentzündung anschließen, als Anhaltspunkt der Nosodenliteratur
Wiederkehrende Atemwegsinfekte mit langem Nachhusten, in der Literatur genannt
Anhaltende Mattigkeit nach fieberhaften Brusterkrankungen
Verschlechterung
  • Im Repertorium sind keine Verschlimmerungsumstände verzeichnet
  • In der Literatur genannt: feuchtkaltes Wetter bei bereits geschwächten Atemwegen
Verbesserung
  • Im Repertorium sind keine Besserungsumstände verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangen überliefert
  • Im Repertorium nicht verzeichnet
Abneigung
  • Keine Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Sykotische Zuordnung - einzige RepertoriumsrubrikNicht ausheilende Zustände nach Lungenentzündung, in der Nosodenliteratur beschriebenWiederkehrende Infekte der Atemwege, dort ebenfalls genannt

Abgrenzung

Innerhalb der bakteriellen Nosoden stehen Streptococcinum und Staphylococcinum für vergleichbar schmale Bilder, die ebenfalls über die Vorgeschichte gewählt werden; Tuberculinum und Bacillinum sind bei wiederkehrenden Atemwegsbeschwerden weit breiter belegt und daher meist zuerst zu bedenken. Für den akuten Verlauf einer Brusterkrankung führen die Repertorien die klassisch geprüften Mittel wie Bryonia alba, Phosphorus und Antimonium tartaricum mit vollständigem Symptomenbild.

Verwandte Mittel

TuberculinumBacillinumStreptococcinumPhosphorusAntimonium tartaricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.