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Materia medica · Nr. 2764

Plutonium nitricum

Plut-n.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Plutonium nitricum ist ein modernes Mittel aus der Gruppe der radioaktiven Elemente; es wurde in den 1990er Jahren im Umkreis von Jeremy Sherr geprüft und gehört damit zu den jüngeren Arzneien der Materia medica. Der Repertoriumsbestand ist hier schmal, weist aber in eine deutliche Richtung: die Furcht vor Krebs und die Wahnidee, in einer Falle zu sitzen. Beschrieben wird ein Zustand von innerer Ausweglosigkeit und Bedrohung durch etwas Unsichtbares.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über den seelischen Zustand erschlossen, nicht über ein Erscheinungsbild.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentDie Prüfungsberichte zeichnen einen Menschen, der sich von etwas bedroht fühlt, das er nicht sehen und nicht benennen kann, und der sich zugleich abgeschnitten und eingeschlossen erlebt. Nach außen kann dieser Zustand ruhig, verschlossen, fast unbeteiligt wirken. Er ist erst in wenigen Quellen beschrieben; die Angaben stehen auf schmalerer Grundlage als bei den lange erprobten Mitteln.

Gemütsbild

Furcht vor Krebs und vor unheilbarer ErkrankungEmpfindung, in einer Falle zu sitzen, ohne AuswegBedrohung durch etwas Unsichtbares, nicht FassbaresGefühl von Abgeschnittensein und Isolation

Die beiden im Bestand verzeichneten Angaben gehören zusammen: die Furcht, an Krebs erkrankt zu sein, und die Wahnidee, in einer Falle zu sitzen. Beschrieben wird eine Bedrohung, die von innen kommt und nicht abgewehrt werden kann, weil sie unsichtbar bleibt - ein Zug, den die Literatur bei mehreren radioaktiven Mitteln nennt. Dazu tritt das Erleben, eingeschlossen zu sein: in einem Körper, in einer Lebenslage, in einer Beziehung, aus der kein Weg herausführt. Die Prüfungsberichte sprechen daneben von Gefühlen der Auflösung und der Trennung von den anderen. Diese Beschreibungen stammen aus einer neueren, weniger breit abgesicherten Quellenlage als die klassischen Mittelbilder.

Ängste: Furcht vor Krebs, Furcht vor unheilbarer Krankheit, Furcht, gefangen oder eingeschlossen zu sein, Furcht vor einer Bedrohung, die nicht erkennbar ist

Leitsymptome

Körperliche Leitsymptome sind im vorliegenden Bestand nicht verzeichnet; beide Angaben betreffen das Gemüt
Die Prüfungsberichte nennen Erschöpfung, Empfindungen von Brennen und ein Gefühl von Schwere; diese Angaben sind nicht durch Repertoriumsrubriken gedeckt
Weitere Organbezüge sind im Bestand nicht abgebildet
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten im Bestand verzeichnet
  • In der klassischen Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten im Bestand verzeichnet
  • In der klassischen Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine gesicherten Angaben zu Speiseverlangen im Bestand
Abneigung
  • Keine gesicherten Angaben zu Speiseabneigungen im Bestand

In Repertorien häufig zugeordnet

Ausgeprägte Krankheitsfurcht, besonders KrebsfurchtEmpfindung von Ausweglosigkeit und GefangenseinZustände von Isolation und innerer Abgeschnittenheit

Abgrenzung

Bei ausgeprägter Krebsfurcht sind Carcinosinum mit der Verbindung von Pflichtgefühl, unterdrückter Empörung und Krankheitsfurcht, Kalium arsenicosum mit der nächtlichen Gesundheitsangst sowie Nitricum acidum mit der Furcht vor dem Tod und der Reizbarkeit die länger erprobten Mittel. Innerhalb der radioaktiven Reihe steht Radium bromatum für Brennen und rheumatische Schmerzen mit Besserung durch Bewegung, Uranium nitricum für den Bezug zu Zucker- und Harnstoffwechsel. Plutonium nitricum unterscheidet sich von beiden durch die Verbindung von unsichtbarer Bedrohung und dem Gefühl, in der Falle zu sitzen; seine Quellenlage ist jedoch die schmalste dieser Gruppe.

Verwandte Mittel

Uranium nitricumRadium bromatumCarcinosinumNitricum acidumThuja occidentalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.