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Materia medica · Nr. 2760

Plumbago littoralis

Plumbg.

In 23 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Plumbago littoralis ist eine Bleiwurz-Art aus der Familie der Plumbaginaceae, in Südamerika beheimatet und dort volksmedizinisch als scharfes, hautreizendes Kraut bekannt. In der Homöopathie handelt es sich um ein sehr kleines, kaum geprüftes Mittel. Der Rubrikenbestand ist mit 23 Eintragungen gering und liegt fast durchweg im niedrigsten Grad; der Schwerpunkt liegt bei Gliederschmerzen.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor. Ein eigener Konstitutionstyp ist für Plumbago littoralis in der homöopathischen Literatur nicht beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDas Repertorium führt für dieses Mittel keine einzige Gemütsrubrik. Aussagen über Temperament oder Wesensart wären daher nicht belegt. Plumbago littoralis wird ausschließlich über das körperliche Bild erwogen, vor allem über die Schmerzen in den Gliedmaßen.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetKein Gemütsbild überliefertMittelwahl erfolgt über körperliche Angaben

Für Plumbago littoralis liegen im Repertorium keine Gemütsangaben vor. Das ist bei sehr kleinen, nur klinisch belegten Mitteln der Regelfall: Sie sind nie systematisch am Gesunden geprüft worden, sodass die feineren seelischen Zeichen fehlen, die ein Mittelbild sonst tragen. Was überliefert ist, stammt aus vereinzelten Beobachtungen an Kranken und betrifft ausschließlich körperliche Beschwerden. Ein Gemütsbild wird an dieser Stelle daher bewusst nicht ausgeführt. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die Gliederschmerzen und die wenigen begleitenden körperlichen Zeichen.

Ängste: Keine Ängste überliefert, Im Repertorium nicht verzeichnet

Leitsymptome

Schmerzen in den unteren Gliedmaßen, mit Betonung der Hüfte
Wund- und Zerschlagenheitsschmerz der oberen Gliedmaßen, besonders im Oberarm
Schmerzen der unteren Gliedmaßen, die tagsüber und abends verzeichnet sind
Nierenschmerzen
Augenentzündung
Verstopfung; milchig weißer Speichel im Mund
Verschlechterung
  • Abends, für die Schmerzen der unteren Gliedmaßen
  • Tagsüber, ebenfalls für die Beinschmerzen
Verbesserung
  • Im Repertorium nicht verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Angaben überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Schmerzen in Hüfte und BeinenWundheitsschmerz in Schultern und OberarmenNierenschmerzenAugenentzündungVerstopfungFieberhafte Zustände

Abgrenzung

Wegen des schmalen Bildes wird Plumbago littoralis in der Praxis fast immer gegen besser ausgearbeitete Mittel geprüft. Rhus toxicodendron deckt Zerschlagenheitsschmerz der Glieder mit deutlicher Ruhe- und Bewegungsmodalität ab, die hier fehlt. Arnica montana zeigt den Wundheitsschmerz nach Überanstrengung mit ausgeprägter Berührungsempfindlichkeit. Für die Hüft- und Beinschmerzen ist ferner an Colocynthis und Gnaphalium zu denken, die beide klarere Modalitäten mitbringen. Plumbum metallicum ist trotz des ähnlich klingenden Namens ein völlig anderes Mittel und nicht verwandt.

Verwandte Mittel

Rhus toxicodendronArnica montanaColocynthisGnaphalium polycephalumBryonia alba

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.