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Materia medica · Nr. 2758

Plectranthus fruticosus

Plect.

In 100 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Plectranthus fruticosus, ein Lippenblütler aus dem südlichen Afrika, ist ein wenig gebrauchtes Mittel, dessen Rubriken durchweg niedrig graduiert sind. Das überlieferte Bild kreist um ziehende Hinterkopfschmerzen, die in den Nacken und bis in die Fingergelenke ausstrahlen, um Schwere und Schwäche der Glieder nach dem Essen und um Reizbarkeit bei Geräuschen. Ein eigenes Konstitutionsbild ist in der Literatur nicht ausgearbeitet.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Die vorliegenden Rubriken lassen keinen typischen Körperbau erkennen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentReizbar und geräuschempfindlich, dabei rasch erschöpft. Die Prüfung verzeichnet erschwerte Konzentration und abschweifende Gedanken neben einer weinerlichen Stimmung mit lautem Weinen. Weitergehende Charakterzüge sind nicht belastbar überliefert.

Gemütsbild

Reizbarkeit durch GeräuscheErschwerte Konzentration, abschweifende GedankenWeinerliche Stimmung mit lautem WeinenAllgemeine Geräuschempfindlichkeit

Die wenigen Gemütsrubriken zeichnen einen erschöpften, geräuschempfindlichen Zustand. Lärm reizt und verschlimmert das Befinden; die Gedanken schweifen ab, das Festhalten eines Gegenstandes fällt schwer. Daneben steht eine weinerliche Verfassung, in der das Weinen laut hervorbricht. Alle diese Rubriken sind mit niedrigem Grad verzeichnet, sodass sie eher als Hinweise denn als tragende Kennzeichen zu lesen sind. Ein ausgearbeitetes Seelenbild, wie es die großen Polychreste besitzen, liegt zu diesem Mittel nicht vor.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine ausgeprägten Ängste verzeichnet, Unruhe im Zusammenhang mit Lärm und Überreizung

Leitsymptome

Ziehender Hinterkopfschmerz, der in den Nacken zieht, mit einem Einschnürungsgefühl am Hinterkopf
Ausstrahlen der Einschnürung vom Hinterkopf bis in die Fingergelenke, als eigentümliche Rubrik verzeichnet
Schwere der Arme und Schwäche nach dem Essen
Schwäche der Beine nach dem Stuhlgang
Kältegefühl im Bauch, besonders morgens
Halsschmerzen mit Wundheitsgefühl und erschwertem Schlucken
Verschlechterung
  • Nach dem Essen, mit Schwere und Schwäche
  • Im Freien, für den ziehenden Kopfschmerz
  • Auf dem Rücken liegend, für den Kopfschmerz
  • Lärm und Geräusche
Verbesserung
  • Beim Eintreten ins Haus, für den ziehenden Kopfschmerz eigens verzeichnet
  • Ruhe und Abschirmung von Geräuschen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine Verlangen nach bestimmten Speisen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseabneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Ziehende Hinterkopf- und Nackenschmerzen mit AusstrahlungRheumatische Beschwerden, in den klinischen Rubriken genanntErschöpfungszustände mit Schwere der Glieder nach dem EssenBeschwerden während des Zahnens, in den klinischen Rubriken aufgeführtWiederkehrende fieberhafte Zustände vom Wechselfiebertyp

Abgrenzung

Gegenüber gut geprüften Nackenmitteln bleibt Plectranthus fruticosus blass: Lachnanthes tinctoria wird dem steifen, verzogenen Nacken zugeordnet, Cimicifuga racemosa dem Nackenschmerz mit Ausstrahlung und Überreizung, Gelsemium sempervirens der Schwere des Hinterkopfes mit Mattigkeit. Wegen der ausschließlich niedrig graduierten Rubriken kommt Plectranthus fruticosus vor allem dann in Betracht, wenn die eigentümliche Ausstrahlung vom Hinterkopf zu den Fingergelenken vorliegt.

Verwandte Mittel

Lachnanthes tinctoriaCimicifuga racemosaGelsemium sempervirensColeus aromaticusRhus toxicodendron

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.