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Materia medica · Nr. 2746

Plumbum iodatum

Plb-i.

In 20 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Plumbum iodatum, das Bleijodid, verbindet den verhärtenden Zug des Bleis mit der auflösenden, zehrenden Wirkung des Jods. Sein Schwerpunkt liegt auf den Drüsen: Sie schwellen an, verhärten und schwinden schließlich. Dazu treten Verhärtungen der Gefäßwände, krustige Hautausschläge und Geschwüre sowie Lähmungserscheinungen. Klassisch wird das Mittel dem skrofulösen Formenkreis zugeordnet.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden magere, blasse Menschen mit geschwollenen oder verhärteten Drüsen, oft bei gleichzeitigem Gewebeschwund; auch ältere Menschen mit verhärteten Gefäßen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine Rubriken vor. Die Jodverbindungen zeigen allgemein eine getriebene Unruhe, die Bleiverbindungen eine Verlangsamung; für Plumbum iodatum ist keine der beiden Richtungen belegt und daher nicht zu unterstellen.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Plumbum iodatum sind im Repertorium keine Gemütszeichen verzeichnet. Boericke und andere führen das Mittel fast ausschließlich über die Drüsen und die Gefäßverhärtung. Es ist damit ein Mittel, das über den Gewebszustand und nicht über den seelischen Zustand gefunden wird. Die Verbindung zweier Stoffe mit gegenläufiger Tendenz - das schwer und träge machende Blei, das aufzehrende Jod - wird in der Literatur als Erklärung dafür angeführt, dass Schwellung und Schwund derselben Drüse nacheinander auftreten können. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild fehlt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Drüsenschwellungen, die verhärten und später schwinden - der Kern des Mittels
Vergrößerung der Mandeln
Vergrößerte Milz
Verhärtung der Schlagadern (Arteriosklerose)
Krustige Hautausschläge, auch Milchschorf bei Kindern; Geschwüre
Lähmungserscheinungen; das Mittel ist der Skrofulose und der Pellagra zugeordnet
Verschlechterung
  • Wärme (bei den Jodverbindungen klassisch beschrieben)
  • Nachts
Verbesserung
  • Kühle, frische Luft
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Drüsenschwellungen mit VerhärtungVergrößerte MandelnVerhärtung der GefäßwändeKrustige Hautausschläge und MilchschorfGeschwüreSkrofulöse Zustände mit Abmagerung

Abgrenzung

Iodum selbst zeigt die zehrende Abmagerung bei gutem Appetit und die Verschlechterung durch Wärme sehr viel deutlicher, ohne die verhärtende Bleikomponente. Plumbum metallicum steht bei Kolik, Lähmung und geistiger Verlangsamung und hat den Drüsenbezug nicht in dieser Form. Calcium iodatum und Barium iodatum sind die nächsten Vergleichsmittel bei verhärteten Mandeln und Drüsen; Barium iodatum wird dabei eher bei Kindern und bei alten Menschen mit Gefäßverhärtung genannt.

Verwandte Mittel

IodumPlumbum metallicumCalcium iodatumBarium iodatumAurum metallicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.