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Materia medica · Nr. 2737

Platanus occidentalis

Platan-oc.

Auch: Platan.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Platanus occidentalis, die amerikanische Platane, ist ein kleines Mittel der nordamerikanischen Arzneimittellehre. Die Überlieferung dreht sich um die Haut, die trocken und schuppig wird - bis hin zu der als Fischschuppenkrankheit bezeichneten Verhornungsstörung. Daneben findet sich eine Angabe zur Trübung der Augenlinse. Die schuppende, sich ablösende Rinde des Baumes und das Hautbild des Mittels werden in der Literatur gern nebeneinandergestellt.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden Menschen mit trockener, rauer, schuppender Haut. Ein weitergehender Konstitutionstyp ist nicht überliefert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen im Repertorium keine Einträge vor. Platanus occidentalis wird über den Hautzustand gefunden; ein Temperamentsbild wird in der Literatur nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Platanus occidentalis sind keine Gemütszeichen verzeichnet. Das Mittel ist über die Beobachtung an der Haut in die Arzneimittellehre gelangt und nicht über eine ausgearbeitete Prüfung an Gesunden. Sein Bild bleibt daher schmal und rein körperlich. Der in der Literatur häufig gezogene Vergleich zwischen der sich in Platten ablösenden Rinde der Platane und der schuppenden Haut des Patienten ist ein Denkbild der Signaturenlehre, kein geprüftes Symptom. Wer das Mittel erwägt, geht ausschließlich vom Hautbefund aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schuppende Hautausschläge - das am deutlichsten geführte Zeichen
Ausgeprägte Verhornung mit fischschuppenartiger Trockenheit der Haut (Ichthyosis)
Hautausschläge allgemein, mit Neigung zu Rauheit und Rissigkeit
Trübung der Augenlinse; das Mittel ist bei grauem Star geführt
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • Trockene Luft und Winterkälte, wie allgemein bei schuppenden Hautzuständen beschrieben
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Feuchte, milde Witterung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Trockene, schuppende HautausschlägeAusgeprägte Verhornungsstörungen der HautRauheit und Rissigkeit der HautIn Repertorien bei Linsentrübung aufgeführt

Abgrenzung

Bei fischschuppenartiger Trockenheit der Haut sind Arsenicum album, Thuja occidentalis, Graphites und Sepia die ungleich breiter beschriebenen Mittel mit eigenem Gemüts- und Allgemeinbild. Bei Linsentrübung stehen Calcium fluoratum, Silicea und Causticum im Vordergrund. Platanus occidentalis bleibt ein Randmittel ohne eigene Charakterzeichnung und wird nur bei sehr genauer Übereinstimmung des Hautbefundes erwogen.

Verwandte Mittel

Arsenicum albumThuja occidentalisGraphitesCalcium fluoratumSilicea

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.