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Materia medica · Nr. 2735

Platinum muriaticum natronatum

Plat-m-n.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Platinum muriaticum natronatum ist das Natrium-Platinchlorid, ein Doppelsalz aus der Platinreihe der Materia medica und eng verwandt mit Platinum muriaticum. Es ist nur sehr klein geprüft; die Repertorien führen es bei Blähungen, häufigem Harndrang und vermehrtem Speichelfluss. Ein Konstitutions- oder Gemütsbild ist für diese Verbindung nicht überliefert.

Konstitution

KörperbauKein eigenes Konstitutionsbild überliefert; die Zuordnung erfolgt über wenige Organeinträge.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen für dieses Doppelsalz keine Prüfungsangaben vor. Das metallische Platinum trägt in der klassischen Materia medica ein ausgeprägtes Gemütsbild mit Hochmut und Geringschätzung der Umgebung, doch lässt sich dieses nicht ohne Weiteres auf ein Salz übertragen, das eigene Prüfungen nicht kennt. Charakterzüge werden hier daher nicht ergänzt.

Gemütsbild

keine Gemütssymptome verzeichnetÜberlieferung beschränkt sich auf Bauch, Blase und Mundkleines Salz innerhalb der Platinreihe

Zu Platinum muriaticum natronatum enthalten die vorliegenden Rubriken keine Gemüts- oder Geistessymptome. Das bekannte Gemütsbild der Platinreihe - das Gefühl der Überlegenheit bei gleichzeitiger innerer Vereinsamung, wie es zu Platinum metallicum beschrieben wird - ist für dieses Doppelsalz nicht belegt. In der Praxis wird das Mittel entsprechend über die wenigen körperlichen Einträge und nicht über ein seelisches Profil erwogen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu

Leitsymptome

Blähungen, in den Repertorien unter Bauch als Flatulenz geführt
Häufiger Harndrang, unter Blase als häufiges Wasserlassen verzeichnet
Vermehrter Speichelfluss, unter Mund gleich zweifach als Speichel und als Speichelfluss aufgeführt
Der Speichelfluss ist der auffälligste Eintrag und verbindet dieses Salz mit den Metallsalzen allgemein, die häufig Mundsymptome zeigen
Verschlechterung
  • Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Die Rubrikenlage enthält keine Modalitäten
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Besserungsumstände sind nicht überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Vermehrter SpeichelflussBlähungenHäufiger HarndrangBeschwerden des Verdauungs- und Harnwegsbereichs, soweit sie über die genannten Einträge erschlossen werden

Abgrenzung

Innerhalb der Platinreihe ist Platinum metallicum das große, gut geprüfte Mittel mit seinem charakteristischen Gemütsbild, den Krämpfen und der Empfindlichkeit der weiblichen Genitalien; Platinum muriaticum steht in der Literatur bei Beschwerden von Leber und Bauchorganen. Dieses Doppelsalz bringt von beidem nichts Ausgearbeitetes mit. Beim Speichelfluss sind Mercurius solubilis mit dem üblen Mundgeruch und den schwammigen Zahnfleischrändern sowie Jaborandi die weit geläufigeren Mittel.

Verwandte Mittel

Platinum metallicumPlatinum muriaticumMercurius solubilisJaborandiNatrium muriaticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.