Platinum muriaticum ist das Chlorid des Platins und steht damit zwischen dem Platin-Bild und den Chlorid-Mitteln. Anders als Platinum metallicum, das vor allem über sein Gemütsbild bekannt ist, zeigt das Chlorid im Repertorium einen körperlichen Schwerpunkt: Schmerzen in den Fußknochen, Knochenauflösung an Sprunggelenk und Ferse sowie Veränderungen an den Geschlechtsorganen. Es ist ein kleines, wenig gebräuchliches Mittel.
Konstitution
Gemütsbild
Wahnidee, vergiftet worden zu seinMisstrauen gegenüber der UmgebungGemütsbild ansonsten nicht besetzt
Die einzige Gemütsrubrik von Platinum muriaticum ist die Wahnidee, vergiftet worden zu sein — im ersten Grad geführt. Das ist bemerkenswert, weil das Mittel im klinischen Kapitel zugleich der Vergiftung, namentlich der Quecksilbervergiftung, zugeordnet ist; die Vorstellung und der körperliche Zustand berühren sich hier. Darüber hinaus liegen keine Gemütsangaben vor. Das umfangreiche seelische Porträt von Platinum metallicum mit Hochmut, Geringschätzung und verzerrter Größenwahrnehmung ist für das Chlorid nicht belegt und wird deshalb nicht übernommen. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die körperliche Ebene.
Ängste: Misstrauen bis zur Vorstellung, vergiftet zu sein, Darüber hinaus in der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Während des Wasserlassens — Schmerz in der Harnröhre
- Belastung des Fußes — Knochenschmerz
- Eigene Zeitmodalitäten sind nicht ausgewiesen
- Zu Besserungsmodalitäten liegen im Repertorium keine eigenen Rubriken vor
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine Verlangensrubriken im Repertorium erfasst
- Keine Abneigungsrubriken im Repertorium erfasst
In Repertorien häufig zugeordnet
Knochenschmerzen und Knochenauflösung an Fuß und SprunggelenkGeschwüre und Feigwarzen im GenitalbereichFolgen einer Quecksilberbelastung (im Repertorium eigens geführt)Krampf der SpeiseröhreStimmritzenkrampf
Abgrenzung
Platinum muriaticum ist nicht mit Platinum metallicum gleichzusetzen: das Metall trägt das bekannte Gemütsbild, das Chlorid ist im Repertorium fast ausschließlich körperlich besetzt. Bei Knochenauflösung stehen Silicea, Aurum metallicum und Mercurius als weit besser belegte Mittel daneben; bei Feigwarzen Thuja und Nitricum acidum. Als Folgemittel einer Quecksilberbelastung wird klassisch Hepar sulfuris genannt. Wegen der schmalen Datenbasis ist Zurückhaltung angebracht.
Verwandte Mittel
Platinum metallicumSiliceaAurum metallicumNitricum acidumHepar sulfuris calcareum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.