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Materia medica · Nr. 2727

Placenta humana

Plac.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Placenta humana ist eine Sarkode, also eine aus gesundem menschlichem Gewebe bereitete Arznei - hier aus dem Mutterkuchen, dem Organ, das während der Schwangerschaft Versorgung und Trennung zugleich regelt. In der klassischen Materia medica kommt das Mittel nicht vor; es stammt aus neueren Prüfungen, in denen Themen von Verbundenheit, Abhängigkeit und Selbständigwerden beschrieben werden. In OpenHomeopath liegt nur eine einzige Rubrik vor - Unabhängigkeit und Selbständigkeit.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor; das Mittel wird in der neueren Literatur über seelische Themen beschrieben, nicht über einen Konstitutionstyp.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentDer einzige verzeichnete Zug betrifft die Unabhängigkeit: das Bedürfnis, für sich selbst zu sorgen und auf eigenen Füßen zu stehen. Die neueren Prüfungen beschreiben dazu ein Schwanken zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Drang, sich zu lösen.

Gemütsbild

Unabhängigkeit und Selbständigkeit - die einzige verzeichnete AngabeSpannung zwischen Verbundenheit und AblösungThemen von Versorgtwerden und Für-sich-sorgen, aus dem Ausgangsstoff abgeleitet

Die einzige im Repertorium eingetragene Rubrik gehört zum Gemüt und betrifft die Unabhängigkeit. Die neuere Literatur zu dieser Sarkode knüpft daran das Thema der Ablösung: Der Mutterkuchen versorgt das Kind und wird im Augenblick der Geburt gelöst - beides, Verbundensein und Getrenntwerden, gehört zu seinem Wesen. Beschrieben werden entsprechend Zustände, in denen jemand zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Anspruch, allein zurechtzukommen, hin- und hergerissen ist, sowie Beschwerden im Zusammenhang mit Trennungen. Diese Angaben stammen aus wenigen neueren Prüfungen und sind nicht durch eine breite Überlieferung gesichert.

Ängste: Furcht, auf andere angewiesen zu sein, aus der verzeichneten Rubrik abgeleitet, Weitere Ängste sind im Repertorium nicht verzeichnet

Leitsymptome

Körperliche Symptome sind im Repertorium nicht verzeichnet; die einzige Angabe betrifft das Gemüt
Die neuere Literatur nennt das Mittel im Zusammenhang mit Beschwerden rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
Erschöpfungszustände nach der Geburt, in Prüfungsberichten beschrieben
Ein gesichertes Organbild liegt nicht vor
Verschlechterung
  • Im Repertorium sind keine Verschlimmerungsumstände verzeichnet
  • In neueren Berichten genannt: Trennungssituationen und Abschiede
Verbesserung
  • Im Repertorium sind keine Besserungsumstände verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangen überliefert
  • Im Repertorium nicht verzeichnet
Abneigung
  • Keine Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Ausgeprägtes Bedürfnis nach Unabhängigkeit - einzige RepertoriumsrubrikZustände im Zusammenhang mit Ablösung und Trennung, in neueren Prüfungen beschriebenBeschwerden rund um Geburt und Wochenbett, in der neueren Literatur genannt

Abgrenzung

Die klassisch geprüften Mittel decken das Feld der Ablösung mit einem vollständigen Bild ab: Natrium muriaticum zieht sich nach Verlust zurück und weist Trost ab, Pulsatilla sucht Nähe und Anlehnung, Sepia löst sich unter Erschöpfung von den Angehörigen, Carcinosinum steht für die Anstrengung, Erwartungen zu genügen. Placenta humana ist demgegenüber nur schmal belegt und wird vor allem aus der Systematik der Sarkoden heraus erwogen; verwandt sind andere aus gesundem Gewebe bereitete Mittel wie Lac humanum.

Verwandte Mittel

Lac humanumNatrium muriaticumPulsatillaSepiaCarcinosinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.