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Materia medica · Nr. 2725

Pixliquida

Pix.

In 38 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pix liquida ist der Holzteer, gewonnen aus dem Harz von Kiefern und Birken, der in der äußeren Anwendung seit Langem bei chronischen Hautleiden gebräuchlich war. In der Homöopathie hat das Mittel zwei Schwerpunkte: einen Husten mit reichlichem Auswurf und ein hartnäckiges Ekzem, das die Literatur besonders am Handrücken beschreibt. Die Rubrik zum reichlichen Auswurf ist die höchstbewertete Angabe des Mittels.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild ist nicht ausgearbeitet. Beschrieben werden Menschen mit chronisch schlecht heilender, schuppender und rissiger Haut sowie mit langwierigen Atemwegsleiden.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegen im Datenbestand keine Rubriken vor. Die Materia medica beschreibt das Mittel über Haut und Atemwege; ein Temperamentsbild ist nicht überliefert und wird hier nicht ergänzt. Wo Teermittel gemütlich charakterisiert werden, geschieht das meist über die Zermürbung durch den anhaltenden Juckreiz.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetIn der Literatur nicht näher beschriebenDas Mittel wird über Haut und Atemwege erschlossen

Zu Pix liquida liegen im vorliegenden Datenbestand keine Gemütsangaben vor. Das Mittel ist über die äußerliche Anwendung des Holzteers bei Hautleiden in die Arzneilehre gekommen; die homöopathische Literatur führt es entsprechend als örtlich und organbezogen gezeichnetes Mittel ohne ausgearbeitetes Gemütsbild. Es wird hier daher keines konstruiert. Wer das Mittel erwägt, geht von der Verbindung aus Hautbefund und Atemwegsbeschwerden aus: chronisches Ekzem, besonders am Handrücken, zusammen mit einem Husten, der reichlich Auswurf löst. Für ein durchgezeichnetes Gemütsbild bei chronischen Ekzemen verweist die Literatur üblicherweise auf Graphites, Petroleum oder Sulphur.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Husten mit reichlichem Auswurf - die mit deutlichem Abstand höchstbewertete Angabe des Mittels
Chronische Hautausschläge: Ekzem, Schuppenflechte, schuppende und abblätternde Ausschläge
Ausschlag an den Händen; Akne im Gesicht; masernartige Ausschläge und Pickelbildung
Bronchitis; Lungenschwindsucht wird geführt
Brennen beim Wasserlassen; nächtliches Einnässen mit krampfhaftem Charakter
Erbrechen von Schwarzem; Durchfall
Verschlechterung
  • Nachts (Einnässen, Juckreiz der Haut)
  • Beim Wasserlassen (Brennen)
  • Anhaltende Reizung der Atemwege
Verbesserung
  • Abhusten des Auswurfs, wodurch die Brust freier wird
  • Weitere Besserungen sind im vorliegenden Datenbestand nicht verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen im Repertorium verzeichnet
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen im Repertorium verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Chronisches Ekzem, besonders am HandrückenSchuppenflechte und schuppende HautausschlägeHusten mit reichlichem AuswurfBronchitisAkneBrennen beim WasserlassenNächtliches Einnässen

Abgrenzung

Petroleum teilt die tiefen, schmerzhaften Risse an den Händen und die Verschlechterung im Winter, tritt aber mit der bekannten Reisekrankheit und dem Leeregefühl im Magen hervor. Graphites zeigt das nässende Ekzem mit honigartiger Absonderung, besonders in den Beugen und hinter den Ohren. Kreosotum steht dem Teer stofflich nahe und wird über wundmachende, übelriechende Absonderungen unterschieden. Sulphur ist bei jedem chronischen, brennenden und durch Wärme verschlimmerten Hautleiden zu vergleichen.

Verwandte Mittel

PetroleumGraphitesKreosotumSulphurAnthracinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.