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Materia medica · Nr. 2721

Pituitaria glandula

Pitu-gl.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pituitaria glandula ist die homöopathische Zubereitung der Hirnanhangdrüse, jener kleinen Drüse an der Schädelbasis, die als übergeordnete Schaltstelle des Hormonhaushalts gilt. Als Sarkode gehört sie zu den Organmitteln, die aus gesundem Gewebe gewonnen werden. Der Repertoriumsbestand ist schmal, aber deutlich gewichtet: Die einzige Zuordnung, der Bluthochdruck, ist mit dem höchsten Grad geführt.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die ältere Organtherapie brachte Störungen der Hirnanhangdrüse mit Auffälligkeiten von Wachstum und Körperbau in Verbindung; im homöopathischen Bestand ist dieser Bezug nicht abgebildet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Pituitaria glandula besitzt kein Prüfungsbild an Gesunden; die Zuordnung folgt der Aufgabe der Drüse im Körper. Ein Persönlichkeitsbild wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertAls Sarkode über den Organbezug geführt, nicht über ein SymptomenbildKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Zu Pituitaria glandula sind keine Gemütsrubriken besetzt. Die Sarkoden der Drüsen - Thyroidinum, Adrenalinum, Ovarinum, Orchitinum - gelangten um 1900 über die Organtherapie in die homöopathische Arzneimittellehre. Von ihnen ist allein Thyroidinum breiter ausgearbeitet und mit eigenen Gemütszeichen versehen; für die Hirnanhangdrüse fehlt eine vergleichbare Beschreibung. Ein Gemütsbild wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Bluthochdruck - die einzige besetzte Zuordnung des Mittels, im Bestand mit dem höchsten Grad geführt und damit sein kennzeichnendes Zeichen
Zuordnung zum Kapitel Klinisches; ein Symptomenbild mit Kopfschmerz, Herzklopfen oder Modalitäten ist nicht überliefert
Die ältere Organtherapie brachte Zubereitungen der Hirnanhangdrüse mit der Regulation von Gefäßspannung und Wasserhaushalt in Verbindung
Weitere Organbezüge sind im Bestand nicht verzeichnet
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

BluthochdruckBeschwerden im Umfeld der hormonellen Regulation, wie sie die ältere Organtherapie der Hirnanhangdrüse zuordnetWeitere Zuordnungen sind im Bestand nicht verzeichnet

Abgrenzung

Im Bereich des erhöhten Blutdrucks sind Glonoinum mit dem wogenden, hämmernden Kopfschmerz und der Hitze im Kopf, Aurum metallicum mit Vollblütigkeit und schwerer Gemütslage, Baryta carbonica bei Gefäßveränderungen im Alter sowie Veratrum viride mit der auffallenden Verlangsamung des Pulses die klassisch beschriebenen Mittel. Adrenalinum und Thyroidinum stehen als weitere Organmittel im selben Umfeld. Pituitaria glandula bleibt demgegenüber ein Mittel mit einer einzigen, dafür deutlich gewichteten Zuordnung. Bluthochdruck bedarf der ärztlichen Abklärung und Verlaufskontrolle.

Verwandte Mittel

ThyroidinumAdrenalinumGlonoinumAurum metallicumBaryta carbonica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.